Lindvik, umstrittener Weltmeister bei der vom Manipulationsskandal überschatteten WM in Trondheim im vergangenen Februar, war am Samstag bei der Qualifikation für das dritte Springen der Vierschanzentournee nicht über den 51. Platz hinausgekommen. Ihm fehlten 0,7 Punkte auf die Top 50. "Es ist so schlecht, dass es peinlich ist", sagte Lindvik der norwegischen Tageszeitung Dagbladet.
Norweger nominieren nach
Er habe keine Erklärung, warum das passiert sei. "Es ist ärgerlich", ergänzte Lindvik, der laut Verbandsaussagen nun in Lillehammer zusätzliche Trainingseinheiten einlegt und das Dreikönigsspringen in Bischofshofen auslässt. Die Tageszeitung Verdens Gang schrieb nach dem Absturz auf nur 111,5 m von einem "Fiasko". Bei den bisherigen Tournee-Stationen hatte der 27-Jährige die Plätze 23 (Oberstdorf) und 22 (Garmisch-Partenkirchen) belegt. Für Lindvik wurde Benjamin Oestvold nachnominiert.
Das norwegische Team, das bei der Heim-WM seine Anzüge manipuliert hat, springt bei der 74. Vierschanzentournee bisher hinterher. Kristoffer Eriksen Sundal ist als Zwölfter der Tournee-Gesamtwertung derzeit bester Norweger.
Wie reagiert Prevc?
Beim dritten Springen heute auf der Bergiselschanze in Innsbruck (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) sind insgesamt fünf deutsche Springer im Einsatz. Das deutsche Duo Felix Hoffmann und Philipp Raimund hofft in Tirol auf einen Podestplatz. In der Qualifikation belegte Hoffmann als bester Deutscher Rang fünf.
Mit Spannung wird erwartet, wie der bisherige Dominator Domen Prevc die gestrige Schwäche bei in seinem Fall starkem Rückenwind in der Qualifikation am Nachmittag abschütteln kann. Der Slowene könnte als vierter Athlet in der Tournee-Historie alle vier Wettbewerbe in einer Saison gewinnen.