Der SC Langenthal und der HCV Martigny sind zwei Teams, die sich in den letzten Jahren aus der Swiss League verabschiedet haben. Bei den Wallisern war das Problem bei den Finanzen, beim SC Langenthal unter anderem bei der Eishalle und zu wenig verfügbaren Eiszeiten. Jetzt folgt mit dem EHC Winterthur das dritte Team in kürzester Zeit, das sich aus der Swiss League verabschiedet.
"Dieser Entscheid fällt nach intensiven Monaten des Abwägens und markiert einen der bedeutendsten Einschnitte in der Clubgeschichte", schreibt der EHC Winterthur einer Medienmitteilung. Dabei macht der EHCW klar, dass trotz unermüdlicher Anstrengungen in den vergangenen Monaten ist es dem Club nicht gelungen, die finanzielle Grundlage für einen Verbleib in der zweithöchsten Schweizer Liga sicherzustellen. Weiter schreibt der Club: "Eine jährliche Finanzierungslücke von rund CHF 750'000 sowie die Notwendigkeit einer zusätzlichen Budgetsteigerung für ein konkurrenzfähiges Team erwiesen sich schlussendlich als unüberwindbar. Weder neue Sponsoren noch Investoren konnten gefunden werden, um einen langfristigen Verbleib in der SKY Swiss League zu gewährleisten."
Dem Verband ist das Problem bekannt
Dem Schweizer Eishockeyverband ist das Problem der Swiss League bewusst und arbeitet entsprechend an einer Neuausrichtung. Es benötigt eine substanzielle Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Clubs wie den EHC Winterthur. Die Eulachstädter erwarten hingegen keine zeitnahe Umsetzung der Massnahmen.
Die aktuelle Saison spielt der EHCW noch zu Ende und will die Playoffs erreichen. Derzeit fehlen zwei Punkte auf Platz acht. In den nächsten Tagen und Wochen werden für den Club zahlreiche Gespräche anstehen. Es geht um den Austausch mit Spielern und Mitarbeitern um die Zukunft zu gestalten.
Weiter macht der EHC Winterthur klar, dass der Aufbau eines sportlich konkurrenzfähigen Teams für die MyHockey League beginnt. "Im Zentrum stehen dabei wirtschaftliche Vernunft und ein nachhaltiges Fundament, das den Club langfristig stabil tragen soll", so die Winterthurer.