Zur gestrigen Berlin-Premiere der NFL zwischen den Indianapolis Colts und den Atlanta Falcons kamen rund 75.000 Menschen ins Berliner Olympiastadion, zudem verfolgten Millionen von Menschen das Football-Geschehen am TV. Der Sport wächst hierzulande rasant - weshalb auch der DKB-Vorstandsvorsitzende Sven Deglow vor dem Kick-Off euphorisch die Fortsetzung der Partnerschaft zwischen der Direktbank und der NFL bekanntgab: "Wir haben den Vertrag als Presenting Partner mit der NFL um vier Jahre verlängert!"
NFL in Deutschland auf der Überholspur
Die NFL ist für Unternehmen in Deutschland mittlerweile eine begehrte Plattform - für Reichweite, Marke und Image. Norman Arnold, bei der DKB als Strategic Marketing Manager für die Sponsoringstrategie verantwortlich, schildert die Hintergründe: "American Football ist der mit Abstand größte und beliebteste Sport in den USA und die NFL ist die wirtschaftlich stärkste Profiliga der Welt mit einem Umsatz von 20 Mrd. US-Dollar. Mit 19 Millionen Football-Fans hat Deutschland weltweit die größte internationale Community außerhalb der USA. Diese Zahl ist in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent gewachsen." Massives Wachstum also, in das die DKB nun wiederholt investiert. Das Unternehmen habe jüngst eine umfassende Analyse von möglichen Sponsoringplattformen in Deutschland durchgeführt und dabei festgestellt, dass es beim Football den größten Fit von Fans der Sportart und ihrer Zielgruppe im Bereich Privat- und Geschäftskunden gibt.
Förderung des Flag Football im Fokus
Darüber hinaus will die DKB als Partner des American-Football-Verbandes Deutschland (AFVD) die Entwicklung des Sports in Deutschland aktiv mitgestalten und unterstützt sowohl die Flag-Football-Nationalmannschaften der Männer, Frauen und Junioren, als auch die nationalen Top-Ligen DFFL und DFFLF. Das große Ziel: eine Teilnahme von Team Deutschland bei den Olympischen Spielen 2028, wenn die kontaktlose Variante des American Footballs erstmalig olympisch wird.
"Auf kontinentaler Ebene gehört Deutschland zu den Top-Nationen: 2023 wurden die Männer Europameister und die Frauen Vize-Europameisterinnen. Also darf man auf eine Olympia-Teilnahme hoffen. Aber die globale Konkurrenz schläft nicht, überall werden die Strukturen professionalisiert und es wird nur jeweils sechs Startplätze geben", ordnet Arnold ein und ergänzt: "Wir versuchen unseren Teil zur Olympia-Qualifikation beizutragen, indem wir bessere Trainingsbedingungen schaffen und Trainingscamps ermöglichen, Ausrüstung und Wettkämpfe auf höchstem Niveau fördern und finanzieren."
Dabei unterstützt die DKB vor allem den Football-Nachwuchs hierzulande: Mit dem sogenannten NFL FLAG Programm bringt das Unternehmen seit 2024 den Sport an die Schulen. "Seit Start des Programms haben deutschlandweit fast 400 Schulen an dem Programm teilgenommen, es wurden etwa 500 Lehrer*innen geschult und mehr als 30.000 Kinder erreicht", sagt Arnold. Erste nachweisbare Erfolge des Programms sind bereits zu verzeichnen: Jolana Strehler vom Münchner Erasmus-Grasser-Gymnasium spielt mittlerweile in der deutschen U-15-Nationalmannschaft und wurde mit dieser im September Europameisterin.
Sport für Fans zugänglicher machen
American Football mag hierzulande auf der Überholspur sein - dennoch investiert die DKB auch weiter in andere Sportarten: "Im Biathlon und im Handball sind wir beispielsweise schon seit über 20 Jahren aktiv, auch E-Sports und Gaming ist für uns eine wichtige Säule. Wir reden hier auch ganz bewusst von Partnerschaften anstelle von Sponsorings. Natürlich geht es um Sichtbarkeit - aber dies wollen wir vor allem erreichen, indem wir auch Mehrwerte für den Sport liefern", erklärt Arnold - etwa mehr Zugänglichkeit für Fans durch Livestreams oder mehr Sportinnovation durch die Bereitstellung von Spieldaten.
Ein weiterer Mehrwert wurde beim gestrigen Berlin-Game sichtbar, oder besser gesagt hörbar: Mit dem Projekt HörSpiel hat die DKB eine Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen auf den Weg gebracht, die beim Spiel im Einsatz war. Der Stadionbesuch soll Arnold zufolge schließlich allen ermöglicht werden - das habe sich die DKB auf die Fahne geschrieben: "Werte des Sports wie Leistung, Fairplay und Miteinander sind auch Werte, für die wir als Unternehmen stehen."