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Verdienter Hype oder bloß heiße Luft?

kicker

Die Chicago Bears starten 2025 mit einem neuen Leader in ihren Reihen: Head Coach Ben Johnson kam im Januar. Die Bear gelten als einer der großen Gewinner der Offseason - entsprechend  hoch sind die Erwartungen in die Saison. Nach einem ernüchternden 5-12 Record im Vorjahr soll nun endlich der Turnaround gelingen.

Doch reicht  das Zusammenspiel zwischen Franchise-Quarterback Caleb Williams und dem neuen Coaching Staff, um die Bears wieder konkurrenzfähig zu machen? Oder verpufft der Hype in Windeseile wieder?

Vom Chaos zum Neuanfang

2024 war für Chicago ein verlorenes Jahr. Caleb Williams’ Rookie-Saison blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück . Vor allem schwaches Playcalling, fehlender Rhythmus und mangelnde Deep-Ball-Präzision bremsten ihn aus.

Die Folge: die schlechteste Offense der NFC North. Doch General Manager Ryan Poles agierte aggressiv in der Offseason. Mit Ben Johnson kam der wohl begehrteste Coach der NFL aus Detroit, dazu gab es eine komplette Neuaufstellung in den Trenches.

Die Hoffnung: Johnsons System, das bei den Detroit Lions mit Jared Goff, St.Brown, Gibbs und Co. funktionierte, soll auch Williams stabilisieren und das Team wieder konkurrenzfähig machen.

Neue O-Line soll den Grundstein legen

Die größte Baustelle der vergangenen Jahre wurde konsequent angepackt. Mit Joe Thuney, Drew Dalman und Jonah Jackson verstärkte Chicago die Interior Line massiv.

Dazu kommen die Tackles Darnell Wright und Braxton Jones, die schon 2024 zu den soliden NFL-Stammkräften zählten. Die Offensive Line könnte 2025 erstmals seit den Super-Bowl-Tagen als echte Elite-Unit gelten - ein Fundament, das Williams dringend braucht.

Waffen für Williams

Im Passspiel bekam Caleb Williams letzte Saison schon reichlich Unterstützung. DJ Moore bleibt der klare WR1, daneben kam mit Rome Odunze ein explosiver Rookie in die Offense.

Tight End Cole Kmet ist weiterhin verlässlich, und mit Erstrunden-Pick Colston Loveland bekommt Johnson eine neue Waffe, die perfekt in sein System passt.

Schon in Detroit setzte Johnson seine Tight Ends clever ein. Loveland könnte deshalb die Überraschung im Angriff werden.  Mit seiner dynamischen Spielweise nach dem Catch hat der Rookie alles, um schnell zu Williams’ Lieblingsziel zu reifen - und kann durchaus auch für Fantasy Football spannend werden.

Einzig die Running-Back-Position blieb unverändert. D’Andre Swift und Roschon Johnson sollen für Balance sorgen, doch explosiv war das Duo bisher nicht. Johnson kennt Swift noch aus Detroit, hofft auf dessen "Spark-Plays" - doch die O-Line dürfte hier entscheidender sein als individuelles Talent.

Defensive: Neue Identität unter Dennis Allen

Die Bears-Defense soll unter dem neuen Coaching-Staff deutlich griffiger auftreten. Defensive Coordinator Dennis Allen, zuvor Head Coach der New Orleans Saints und einer der erfahrensten Defensivstrategen der NFL, bringt seine Expertise nun nach Chicago. Mit verstärkten Blitz-Paketen und variablen Looks will er gegnerische Quarterbacks regelmäßig vor Probleme stellen.

Im Zentrum steht die Defensive Line: Montez Sweat muss nach einem eher unscheinbaren Jahr wieder dominanter auftreten, während Grady Jarrett und Gervon Dexter für konstanten Druck aus dem Inneren sorgen sollen. Genau dieses Zusammenspiel könnte entscheidend sein, um eine Defense zu formen, die mehr als nur solide ist.

Mehr Man Coverage, mehr Risiko

Auf Linebacker bilden Tremaine Edmunds und T.J. Edwards weiterhin ein erfahrenes Duo, das der Unit Stabilität gibt. Der junge Noah Sewell bringt zusätzlich Energie und Physis, muss aber noch beweisen, dass er auf NFL-Niveau konstant abliefern kann.

In der Secondary bleibt Jaylon Johnson die klare Nummer eins. Johnson gilt nach PFF Ligaweit sogar als zweitbester Corner der vergangenen zwei Jahre. Nur Trent McDuffie von den Chiefs wurde höher bewertet.

Gemeinsam mit Kyler Gordon und Tyrique Stevenson hat Chicago die Qualität, um häufiger in Man Coverage zu gehen - ein System, in dem die Bears 2024 bereits glänzen konnten. Auch Safety Jaquan Brisker gilt als Herzstück dieser Unit, während Kevin Byard die nötige Erfahrung mitbringt.

Unterm Strich: Die Defense hat alles, um Top-Offenses zumindest zu ärgern. Entscheidend wird sein, ob die Line konstant Druck erzeugen kann - ohne das, bleibt das ganze System anfällig.

Kommen die Bears zurück in die Spur?

Chicago hat das Talent, um 2025 in der NFC wieder eine Rolle zu spielen. Die O-Line ist stark, die Receiver-Gruppe tief, die Defense solide. Doch alles hängt an Caleb Williams.

Bleibt er auf dem Level von 2024, werden die Bears kaum mehr als ein 7- bis 8-Siege-Team sein. Macht er den erwarteten Sprung, ist sogar ein Playoff-Run drin.

Die Bears haben sich klar verbessert. Doch in einer brutal starken NFC North und mit dem zweitschwersten Schedule der Saison dürfte es 2025 noch nicht ganz für den großen Wurf reichen. Ein Wild-Card-Spot ist realistisch, alles darüber hinaus wäre eine echte Überraschung.