Beim Biathlon gibt es mehrere verschiedene Wettbewerbe. Die Frauen und Männer treten nicht nur in den Einzelrennen, sondern auch in diversen Staffelwettbewerben an.
Das jüngste Format, das die Verantwortlichen der IBU für den Weltcup sowie die Weltmeisterschaften eingeführt haben, ist die Single-Mixed-Staffel. Es ist damit die dritte Staffeldisziplin, die gelaufen wird.
2005 wurde die Mixed-Staffel erstmals eingesetzt, um damit auch Nationen, die nur wenige Top-Läufer und Top-Läuferinnen im Kader haben, die Chance zu geben, zu reüssieren. 2019 wurde dieser Ansatz noch weiter verfolgt, in dem die Single-Mixed-Staffel eingeführt, bei der ein Mann und eine Frau ein Team bilden.
Doch wie funktioniert diese Staffel dann? Wir klären auf.
Bei der Single-Mixed-Staffel nominieren die Nationen einen Mann und eine Frau. Dieses Duo bildet ein Team, dabei muss jeder Athlet viermal Schießen.
Im Gegensatz zu beispielsweise den Massenstart- oder Einzelrennen werden die Schießeinlagen nicht alle hintereinander durchgeführt. Der Startläufer absolviert nach der ersten 1,5-Kilometer-Runde das Liegendschießen. Nach einer weiteren Runde geht es zum Stehendschießen. Nach diesem wird direkt auf den Partner übergeben.
Der Startläufer hält sich in der Zwischenzeit warm, nach sechs Kilometern erneut auf ihn übergeben wird. Dann steht das gleiche Programm für beide Athleten noch einmal auf dem Programm. Nach der achten Schießeinlage geht es aber nicht direkt ins Ziel. Stattdessen muss noch eine Schlussrunde gelaufen werden.
Wer diese laufen muss, entscheidet die Reihenfolge, die von der IBU vorgeben wird. Starten die Männer, muss die Schlussrunde von den Frauen absolviert werden. Am Ende stehen damit neun Runden a 1,5 Kilometer zu Buche.
Das Prozedere bei den Schießeinlagen bei der Single-Mixed-Staffel ist an die anderen Staffelwettbewerbe angelehnt. So haben die Athleten bei Fehlschüssen auf die fünf Scheiben drei Nachlader zur Verfügung. Bleibt nach acht Schüssen eine Scheibe schwarz, muss eine Strafrunde gelaufen werden.
Pro Schießeinlage - egal, ob stehend oder liegend - stehen drei Patronen zusätzlich zur Verfügung.
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| WM | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| 2019 Östersund | Norwegen Marte Olsbu Roiseland, Johannes Thingnes Boe) | Italien (Dorothea Wierer, Lukas Hofer) | Schweden (Hanna Öberg, Sebastian Samuelsson) |
| 2020 Antholz | Norwegen (Marte Olsbu Roiseland, Johannes Thingnes Boe) | Deutschland (Franziska Preuß, Erik Lesser) | Frankreich (Anais Bescond, Emilien Jacquelin) |
| 2021 Pokljuka | Frankreich (Antonin Guigonnat, Julia Simon) | Norwegen (Johannes Thingnes Boe, Tiril Eckhoff) | Schweden (Sebastian Samuelsson, Hanna Öberg) |
| 2023 Oberhof | Norwegen (Marte Olsbu Roiseland, Johannes Thingnes Boe) | Österreich (Lisa Theresa Hauser, David Komatz) | Italien (Lisa Vittozzi, Tommaso Giacomel) |
| 2024 Nove Mesto | Frankreich (Quentin Fillon Maillet, Lou Jeanmonnot) | Italien (Tommaso Giacomel, Lisa Vittozzi) | Norwegen (Johannes Thingnes Boe, Ingrid Landmark Tandrevold) |