Aline Höpli beendete das Rennen auf dem 20. Rang und konnte sich so über die ersten Punkte der Saison freuen. Mit der Fahrt zeigte sich die Ostschweizerin im Interview beim SRF aber nicht ganz zufrieden, vor allem mit der Position habe sie Mühe gehabt. "Die Piste ist schon ein bisschen anders gewesen, es war ein bisschen härter, bisschen eisiger, also nicht eisig, aber ein bisschen mehr zurückgekommen."
Es habe aber trotzdem immer wieder Tore gegeben, bei denen es holperte. "Dann habe ich mich manchmal ein bisschen aus der Ruhe bringen lassen." Vielleicht ist es aber das, was ihren Teamkolleginnen geholfen hat, denn Höpli konnte zum Beispiel Eliane Christen mitteilen, dass sie pushen und Vollgas geben kann. Dies hat die Urnerin mit dem neunten Rang gemacht.
Eliane Christen
Worte findet die Urnerin zuerst nicht. Es habe aber letztes Jahr in Semmering schon gut geklappt, dadurch ist sie mit gutem Gefühl hingereist. "Ich habe im zweiten Lauf Gas geben wollen und ich habe Freude gehabt, bin ich dieses Mal mit der eins und mit grün ins Ziel gekommen."
Christen gibt zu, dass sie noch im ersten Lauf eher taktisch gefahren sei, da es auch Löcher gehabt hat. Deshalb habe sie etwas rausgenommen, "aber jetzt im zweiten Lauf ist die Piste besser gewesen als im ersten".
Camille Rast
"Ich wäre lieber Erste gewesen. Neun Hundertstel sind nicht viel. Ich habe schon wieder da unten einen Fehler gemacht." Es sei womöglich aufgrund des Publikums, dass sie ein bisschen rausgenommen habe. Zweimal Zweite an einem Wochenende lassen die Walliserin aber trotzdem zufrieden sein. "Es läuft gut im Moment."
Dass der Rückstand auf Shiffrin im Vergleich zu den letzten Rennen deutlich kleiner geworden ist, sieht Rast auch in der Tatsache, dass sie weniger Fehler gemacht hat. "Ich hoffe, ich kann sie bald nochmal ein bisschen unter Druck setzen." Es sei aber auch ein schwieriges Rennen mit schwieriger Piste gewesen und nächste Woche komme schon eine nächste Chance.
Diese nächste Chance bekommt sie in Kranjska Gora, auf einer Piste, die sie sehr mag. Es sei zu Beginn zwar flach, habe dann aber zum Schluss einen schönen Steilhang. Zudem gefällt es ihr, dass sie durch die vielen Rennen in einen Rennrhythmus kommen kann. Rast freut sich auch deshalb auf die kommende, "kurze", Woche.