Fehlercode: %{errorCode}

Zuletzt waren es Suter und Gut-Behrami - Jetzt ruhen die Schweizer Hoffnungen auf Rast

kicker

Seit 1983 finden in Mont-Tremblant Weltcup-Rennen statt. Trotzdem wurden insgesamt erst vier Rennen in diesem bekannten Skigebiet der Provinz Québec ausgetragen. 2023 feierte das Rennen nach exakt 40 Jahren sein Comeback, allerdings nur noch als Tremblant. Dass das Mont weggefallen ist, heisst jedoch nicht, dass das Rennen deswegen einfacher geworden wäre, es braucht viele Qualitäten.

Dies zeigte das erste Rennen von 2023. 40 Jahre nach seiner Premiere im Weltcup, fanden sich unter den besten acht Fahrerinnen des Rennens deren sieben aus der ersten Startgruppe der besten sieben Fahrerinnen der Welt. Einzig Sofia Goggia konnte als Siebte mit Startnummer 18 einigermassen mit der Weltelite mithalten.

Gewonnen hat damals Federica Brignone. Die Italienerin setzte sich mit 21 Hundertstel Vorsprung vor Petra Vlhova durch, Mikaela Shiffrin schaffte es mit 29 Hundertsteln Rückstand auf Rang 3. Beste Schweizerin damals war Lara Gut-Behrami auf Rang 5. Mit Simone Wild als 22. und Wendy Holdener als 27. schafften es zwei weitere Schweizerinnen in die Punkte.

Ein Tag später fand das zweite Rennen statt, es war gleich wieder ein Riesenslalom. Der Ausgang des Rennens ähnelte jenem vom Vortag, war aus Schweizer Sicht erfreulicherweise aber nicht genau gleich. Zwischen Siegerin Brignone und die Drittplatzierte Shiffrin schlängelte sich nämlich dieses Mal Gut-Behrami. Michelle Gisin war neben der Tessinerin in diesem Rennen die einzige Schweizerin in den Punkten. Sie schaffte es auf den 23. Rang.

Neben dem Podest zeigten gleich mehrere Athletinnen, dass eine gute Leistung in Tremblant auch mit einer hohen Startnummer möglich ist. Die Französin Clara Direz verpasste mit Startnummer 29 als Vierte das Podest nur um sechs Hundertstel, eine junge Zrinka Ljutic wurde Siebte, AJ Hurt schaffte es mit Startnummer 37 tatsächlich auf Rang 9.

1983 sah das Programm noch anders aus, der Schweizer Erfolg war grösser

Bei der Premiere in Mont-Tremblant hatten die Schweizerinnen ein grosses Wort mitzureden. Damals wurde am ersten Tag noch eine Abfahrt durchgeführt. Gewonnen wurde diese von Lokalmatadorin Laurie Graham, das Podest wurde dank Maria Walliser und Michela Figini mit zwei Schweizerinnen komplettiert. Doris de Agostini verpasste das Treppchen damals als Fünfte nur knapp, Brigitte Ortli wurde Zwölfte.

Am darauffolgenden Tag wurde ein Riesenslalom ausgetragen. Auch dort waren die Schweizerinnen wieder erfolgreich. Die beiden Podestfahrerinnen vom Vortag gehörten als Siebte (Walliser) und Zwölfte (Figini) zwar zu den Geschlagenen, Erika Hess hielt als Dritte aber die Schweizer Fahne hoch. Sie war so etwas wie "The best of the rest", denn Anne Flore Rey (1.) und Maria Epple (2.) lieferten sich ein enges Duell, distanzierten aber die restliche Konkurrenz um über eine Sekunde.

2024 wären übrigens auch Rennen geplant gewesen, aufgrund des Schneemangels mussten die beiden Riesenslaloms allerdings abgesagt werden.

Kanada als gutes Schweizer Pflaster

Dies waren natürlich nicht die einzigen Rennen in Kanada. In der Provinz Québec fanden beispielsweise in den 70er- und 80er-Jahren immer wieder Rennen statt, Marie-Therese Nadig war als Siegerin 1980 und Dritte 1973 in Mt. St. Anne sehr erfolgreich. 1973 wurde sie teamintern von Bernadette Zurbriggen geschlagen, die Zweite wurde.

Erfolgreicher waren die Schweizerinnen allerdings eher im Westen des Landes. Von 1987 bis 1989 waren die Rennen fest in Schweizer Händen. Michela Figini siegte gleich in fünf Kanada-Rennen in Serie, holte ihre Siege in Calgary, zweimal in Rossland und zweimal in Lake Louise.

Mit Lake Louise kommen wir auch wieder etwas mehr in die nähere Vergangenheit. Zugegeben, zwischen 2009 und 2012 war es nicht wirklich die Schweizer Destination, doch für wen war es dies schon? Lindsey Vonn gewann in Lake Louise unfassbare neun von zwölf Rennen, darunter sieben Rennen in Folge. Dreimal tat sie dies vor einer amerikanischen Landsfrau.

Gut-Behrami verhinderte totale Vonn-Show - Suters und Gisins häufig stark

Vonn fuhr 2014 mit dem Siegen in Lake Louise fort, hatte aber mittlerweile mit Lara Gut-Behrami eine starke Kontrahentin gefunden. Die Tessinerin gewann sowohl 2013 als auch 2014 den Super-G, später durfte sie sich 2016 ein nächstes Mal den traditionellen Cowgirl-Hut aufsetzen. Zwei weitere Male wurde Gut-Behrami in Lake Louise Zweite.

Wohl fühlten sich auch die Suters und die Gisins auf dieser Strecke, obwohl nicht alle miteinander verwandt waren. Dominique Gisin schaffte 2010 und 2011 zweimal den Sprung auf Rang 3, Schwester Michelle wurde einmal Zweite und zweimal Dritte. Bei Dominique waren es Maria Höfl-Riesch und Lindsey Vonn, die die Siege verhinderten, bei Michelle waren es Österreicherinnen oder mit Mikaela Shiffrin und Viktoria Rebensburg erneut Frauen aus Amerika und Deutschland.

Fabienne Suter wurde 2008 und 2015 Zweite, Corinne Suter schaffte es insgesamt viermal aufs Podest. 2019 wurde sie Zweite und Dritte, 2021 und 2022 wurde sie jeweils Dritte. 2022 konnte sie das Rennen dann für sich entscheiden. Damit konnte Suter die Dominanz von Sofia Goggia unterbrechen, die auf dieser Piste zuvor fünf Rennen in Folge gewinnen konnte.