Es war eine Partie, die eigentlich schon verloren schien. Dennoch drehten die Buffalo Bills einen 21-Punkte-Rückstand und gewannen letztlich mit 35:31 gegen die New England Patriots.
"Es ist eine der besten zwei Wochen meines Lebens", schwärmte Tight End Dawson Knox nach der Partie in der Kabine. "Wir haben diese Woche unser Kind bekommen und dann dieses Spiel."
Dabei war der Glauben an das Comeback jederzeit vorhanden. "Egal wie der Score und ob es das dritte oder vierte Viertel ist, falls wir eine Chance haben und den Ball bekommen, glauben wir, dass wir eine gute Chance haben", sagte Quarterback Josh Allen nach der Partie.
Patriots loben Bills-Quarterback
Er zeigte dabei wieder seine ganze Klasse. Er brachte 19 seiner 28 Pässe für 193 Yards und drei Touchdowns an den Mann, zudem lief er noch für 48 Yards. "Ich spiele mit dem besten Spieler der Welt zusammen", schwärmte Knox. "Er kann überall auf dem Feld Plays machen."
Das mussten auch die Patriots neidlos anerkennen. "Er ist 1,95 Meter groß, wiegt 113 Kilogramm, läuft schnell, ist schwer zu tackeln und schwer zu Boden zu bringen. Er hat einen präzisen, starken Arm", lobte Mike Vrabel, Head Coach der Patriots, den gegnerischen Quarterback.
Auch Christian Gonzalez hob die Qualitäten von Allen auf der Pressekonferenz hervor. "Das ist seine Superkraft", meinte der Patriots-Cornerback über die Scrambling-Stärke des Bills-QBs. "Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, aber man muss ihn loben. Er ist aus der Pause gekommen und hat das gezeigt, was er kann. Das tut weh, aber wir lernen daraus."
Das mahnte auch Vrabel an, denn eigentlich sei genau das passiert, womit die Patriots gerechnet haben. "Ein Spieler war frei, wir konnten das Play nicht machen", haderte er. "Deshalb haben sie ihn gedraftet und zahlen sie ihm 60 Millionen Dollar."
Allen muss sich übergeben
Dabei hätte es auch durchaus anders laufen können, denn Allen musste sich im Schlussviertel übergeben, wie TV-Bilder zeigten. Er selbst spielte den Vorfall jedoch herunter. "Das passiert im Grunde genommen in jedem Spiel. Wenn ich vor dem Spiel nicht genug Essen bekomme, passiert es in der Halbzeit. Wenn ich in der Halbzeit nicht genug zu mir nehme, passiert es normalerweise im dritten oder vierten Viertel", erklärte er nach dem Spiel. "Ich weiß nicht, warum ich das mache. Es passiert einfach."
So oder so zeigte er gute Plays, zweimal bediente er dabei Knox zum Touchdown. Der erste sei dabei ein "typisches Tight End Play" gewesen. Der Tight End blockte seinen Gegenspieler weg und war dann offen für den Pass. Beim zweiten TD zur zwischen 28:24-Führung war es etwas anders. "Ich sollte eigentlich auf meiner Seite bleiben, aber habe gesehen, wie Josh aus der Pocket gelaufen ist", schilderte Knox. "Wir machen viele Scrambling-Dills im Training. Diesmal hat er mir gefühlt ein gefrorenes Seil direkt auf die Brust geworfen."
Somit sicherten sich die Bills den Sieg und verkürzten den Abstand in der AFC East auf die immer noch führenden Patriots. "Wir fokussieren uns auf das Playoff-Picture oder dass wir die Division gewinnen. Wir wollten einfach das Spiel gewinnen, was uns Gott sei Dank heute gelungen ist", so Knox.
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