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Brady reagiert auf Mahomes’ Verletzung - und gibt ihm einen Rat aus Erfahrung

kicker

Der Kreuzband- und Außenbandriss von Patrick Mahomes hat die NFL erschüttert und wirft große Fragen mit Blick auf die Zukunft der Kansas City Chiefs auf. Während Mahomes vor einem monatelangen Rehabilitationsprozess steht, meldet sich einer zu Wort, der genau weiß, was ihn erwartet. Tom Brady, der selbst zu einem verblüffend ähnlichen Zeitpunkt seiner Karriere von einer vergleichbaren Verletzung zurückgeworfen wurde, spricht offen über die mentale und körperliche Härte einer solchen Phase und teilt seine Erfahrungen mit dem Chiefs-Star.

Brady kennt den Weg durch die Reha

Tom Brady weiß aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd dieser Weg sein kann. Der siebenfache Super-Bowl-Sieger erlitt in seinem neunten NFL-Jahr, gleich im ersten Spiel der Saison 2008, eine schwere Knieverletzung, die das Saisonende bedeutete. Auch Mahomes verletzte sich in seiner neunten NFL-Saison, wenn auch deutlich später im Jahr.

Beide Quarterbacks kamen jeweils aus einer Saison mit einer Super-Bowl-Niederlage und hatten vor ihrer Verletzung bereits drei Super-Bowl-Titel gewonnen. In der SiriusXM-Sendung "Let’s Go!" wurde Brady von Jim Gray gefragt, welchen Rat er Mahomes mit auf den Weg geben würde.

Fokus nach vorn statt Rückblick

Brady machte deutlich, dass es vor allem auf die mentale Herangehensweise ankommt. "Das Einzige, was du tun kannst, ist, dich auf das zu konzentrieren, was vor dir liegt, und nicht zurückzuschauen", erklärte Brady. "Du musst sagen: Okay, das ist jetzt ein Teil meiner Karriere. Viele haben das durchgemacht, und viele haben es überwunden." Entscheidend sei es, den Reha-Prozess mit maximaler Konsequenz anzugehen.

Besonders eindringlich sprach Brady über den Umgang mit der Rehabilitation selbst. Er warnte davor, zwischen Reha-Modus und Trainingsmodus zu unterscheiden. "Ich habe immer das Gefühl gehabt, je schneller du die Reha durchziehst, desto schneller kommst du wieder dazu, den Sport auszuüben, den du liebst", sagte Brady. Viele Athleten würden die Reha zu vorsichtig angehen, anstatt mit voller Intensität zu arbeiten. "Du musst so schnell wie möglich aus dem Reha-Modus herauskommen und wieder in den Trainingsmodus wechseln. Das erfordert ein kompromissloses Commitment, genau das Commitment, das große Profisportler auszeichnet."

Die psychologische Herausforderung

Brady beschrieb die Reha nicht nur als körperlich, sondern vor allem als mental extrem fordernd. "Es ist eine harte Reha, eine der härtesten überhaupt", sagte er. "Ich erinnere mich daran, wie ich mich jeden Tag selbst gepusht habe. Es ist immer derselbe Schmerz und dasselbe Unbehagen, nur dass du durch diesen Schmerz Fortschritte machst." Genau dieser Fortschritt sei entscheidend, aber gleichzeitig psychologisch schwer zu greifen, führte die NFL-Legende weiter aus. "Man hat das Gefühl: Gott, jeden Tag fühlt es sich nicht richtig an. Gleichzeitig gewinnt man an Beweglichkeit und Kraft und ist auf dem Weg der Besserung."

Für Mahomes kommt erschwerend hinzu, dass sich die Verletzung Mitte Dezember ereignete. Eine Reha-Dauer von rund neun Monaten würde ihn unmittelbar an den Start der Saison 2026 bringen. Anders als Brady, der nach seiner schweren Knieverletzung ein komplettes Jahr zur Regeneration hatte, steht Mahomes unter deutlich größerem Zeitdruck. Eine der zentralen Fragen wird sein, ob die Verletzung Auswirkungen auf seine improvisationsstarke Spielweise außerhalb der Pocket haben wird.

Tom Brady spricht aus Erfahrung und findet klare Worte für Patrick Mahomes. Sein Rat ist ebenso simpel wie kompromisslos: voller Fokus, maximale Hingabe und kein mentaler Unterschied zwischen Reha und Training. Ob Mahomes diesen Weg erfolgreich beschreiten kann, wird nicht nur über seine Rückkehr, sondern auch über die Zukunft der Chiefs entscheiden.

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