Der Snap zum Quarterback, der Spielzug, ein scharfer und für jeden Verteidiger unerreichbarer Pass, der Catch - Touchdown!
Das emotionalste aller Plays zieht die Fans der NFL in ihren Bann und macht American Football nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auf der ganzen Welt so faszinierend, wertvoll und attraktiv. Spiele werden so entschieden, Siege eingeleitet oder Niederlagen abgewendet. Ob langer oder kurzer Pass: Ein Catch zum Touchdown elektrisiert nicht nur die Massen, sondern auch die Spieler, die den Ball in der Endzone fangen.
Doch genau dieser Teil steht in der NFL derzeit in der Diskussion: Ab wann gilt ein Ball als gefangen?
Den Stein ins Rollen gebracht hat das Match zwischen den Baltimore Ravens und Pittsburgh Steelers in Week 14. Dort wurde ein vermeintlicher Touchdown von Tight End Isaiah Likely für die Ravens erst gegeben, nach Videostudium aber zurückgenommen. Es wurde also eine klare Fehleinschätzung festgestellt. Eine Entscheidung, die nicht nur die Bengals und ihre Fans nicht nachvollziehen konnten. Auch neutrale Beobachter und Experten sahen sie kritisch und stießen im Anschluss die Diskussion an.
"So klar wie Schlamm" sei die derzeitige Catch-Regel, schimpfte Ravens-Coach John Harbaugh nach dem Spiel. Mit Walt Anderson erklärte sich dann ein Offizieller im Namen der NFL-Regelhüter. Demnach sei der Catch-Prozess von Likely nicht vollständig abgeschlossen gewesen. Was unweigerlich die Frage aufwirft: Welche Faktoren müssen erfüllt werden, damit ein Ball als gefangen gilt?
Laut Anderson sind das derer drei:
Das dritte Element lässt dabei Interpretationsspielraum offen.
Bislang galten footballtypische Akte wie ein dritter Schritt, das Vorstrecken des Balles oder das Abwehren eines Gegners als "gemeinsame Handlung des Spiels". Wäre eine dieser Aktionen also gegeben, läge ein Touchdown vor. Im Fall von Likely fehlte etwa der dritte Schritt. Noch bevor der Tight End den auf den Boden setzte, kam Steelers-Cornerback Joey Porter Jr. und schlug Likely den Ball aus der Hand. Likely schien den Ball also gefangen zu haben, eine "gemeinsame Handlung des Spiels" mit Ball blieb aber aus. Deswegen wurde der Touchdown zurückgenommen.
Die Meinungen gehen nun dahin, dass die Entscheidung der Referees den Spielraum klar eingrenzen. Demnach habe der dritte Schritt nun eine wesentlich größere Bedeutung als andere footballtypische Aktionen wie das Vorstrecken des Balles oder die Abwehr eines Gegners. Spielsituationen würden weniger oder nicht mehr angemessen berücksichtigt werden. Vor allem in der Endzone, wo es um die Punkte geht, ein streitbarer Punkt.
Die NFL will dagegen mit dem Fokus auf den dritten Schritt für mehr Klarheit und Einheitlichkeit sorgen. Offiziell ins Regelbuch eingetragen ist die Regel nicht. Die schleichende Umsetzung und von nun an regelmäßige praktische Bewertung, wann ein Ball als gefangen gilt, ändert sich dadurch aber schon im laufenden Spielbetrieb.
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