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Diese NFL-Teams haben 2025 komplett enttäuscht

kicker

Dieser Artikel blickt nicht auf die fünf schlechtesten Teams der Saison, sondern auf jene, die gemessen an den Erwartungen zu Saisonbeginn am deutlichsten hinter ihnen zurückgeblieben sind. Es geht um gescheiterte Umbrüche, verletzungsgeplagte Hoffnungsträger, falsche Annahmen - und um Franchises, die 2025 deutlich höhere Ansprüche hatten, als im Januar von der Couch aus die Playoffs zu verfolgen.

Las Vegas Raiders - Totalschaden nach dem Umbruch

Bei den Raiders passt alles zusammen: Sie waren nicht nur das schlechteste Team der Liga und sichern sich folgerichtig den First Overall Pick im kommenden Draft, sondern sind auch die wohl größte Enttäuschung der gesamten Saison. Nach einem radikalen Umbruch in der Offseason sollte in Las Vegas alles anders werden - sportlich wie strukturell.

Das Franchise tradete einen Drittrundenpick nach Seattle, um Geno Smith als Quarterback zu holen, verpflichtete mit Pete Carroll einen Super-Bowl-Sieger als Head Coach und setzte mit Chip Kelly einen prominenten Namen als Architekten der Offense ein. Mit einem erfahrenen Quarterback, einem hochgedrafteten Running Back in Ashton Jeanty, Tight-End-Sensation Brock Bowers und einer zumindest auf dem Papier soliden Offensive Line schien zumindest offensiv vieles möglich.

Die Realität war ernüchternd. Geno Smith führte die Liga in Interceptions an, die Offensive Line spielte über weite Strecken wie die schwächste Einheit der NFL, Chip Kelly wurde bereits früh in der Saison entlassen - und am Ende folgte der unvermeidliche Schritt. Auch Pete Carroll wurde am Black Monday nach Saisonende von seinen Aufgaben als Cheftrainer befreit. Der Umbruch ist gescheitert, Las Vegas steht wieder bei null und ist erneut auf der Suche nach einem neuen Head Coach.

Dazu ist der größte Star des Teams, Pass Rusher Maxx Crosby, sichtlich bedient, nachdem ihn das Team gegen seinen Willen auf Injured Reserve gesetzt hat. Das Wort "Tanking" fiel in diesem Zusammenhang mehr als nur einmal. Für Tom Brady wird der nächste Umbruch nun zur echten Bewährungsprobe, die er gemeinsam mit General Manager John Spytek meistern will.

Washington Commanders - Vom Überraschungsteam zum Rückschritt

Noch im Vorjahr galten die Commanders als größte Überraschung der NFL, gekrönt durch den Einzug ins NFC Championship Game. Von dieser Euphorie war 2025 kaum noch etwas übrig. Der sportliche Absturz kam schneller und härter als erwartet.

Quarterback Jayden Daniels, der in seiner Rookie-Saison glänzte, verpasste zahlreiche Spiele aufgrund verschiedenster Verletzungen und konnte auch bei seinen Einsätzen nicht an sein Vorjahresniveau anknüpfen. Hinzu kam, dass auch Star-Receiver Terry McLaurin nach einem langen Vertragsstreit in der Offseason immer wieder angeschlagen war und mehrere Spiele verpasste.

Backup-Quarterback Marcus Mariota führte das Team über weite Strecken aufs Feld und spielte phasenweise sogar besser als Daniels. Das änderte jedoch nichts am Kernproblem: Die Defense blieb ein massives Sorgenkind. Mit 26,5 zugelassenen Punkten pro Spiel gehörte sie zu den sechs schlechtesten der Liga, während die Scoring Offense nur Rang 22 von 32 belegte. Hier fand nicht nur eine Regression zur Mitte statt, sondern ein deutlicher Einbruch. Dass der Erfolg des Vorjahres auch von Glück geprägt war, war bereits damals erkennbar. Dass das Team danach jedoch einen so klaren Schritt zurück machte, obwohl es eigentlich besser werden wollte, ist besorgniserregend.

Baltimore Ravens - Favoritendruck und bitteres Ende

Vor der Saison zählten die Ravens für viele zu den Topfavoriten auf den Super Bowl. Ein dominantes Laufspiel, ein Elite-Quarterback in Lamar Jackson, Kontinuität im Coaching Staff und ein vermeintlich komplettes Roster schienen die perfekte Grundlage zu sein.

Was folgte, war ein defensiver Zusammenbruch in den ersten Wochen, eine massive Verletzungswelle, die große Teile der Starting Defense traf, sowie ein immer wieder angeschlagener Lamar Jackson, der zahlreiche Spiele verpasste. Zwar folgte in der Saisonmitte ein kurzes Aufbäumen, doch das Ende war dramatisch und enttäuschend zugleich. Im letzten Spiel der Saison hatte Ravens-Kicker Tyler Loop den Playoff-Einzug auf dem Fuß - und verschoss das Game Winning Field Goal. Das letzte AFC-Playoff-Ticket ging an die Steelers.

Besonders schmerzhaft war dabei die Saison von Lamar Jackson. Der mehrfache MVP wirkte über weite Strecken sichtbar angeschlagen, spielte unter seinen Möglichkeiten und verlor vor allem jene Explosivität im Laufspiel, die ihn einst so einzigartig machte. Für ein Team mit Super-Bowl-Ambitionen war dieses Saisonende ein herber Rückschlag. Die Konsequenz: Nach 18 Jahren Amtszeit trennten sich die Ravens von Head Coach John Harbaugh.

Kansas City Chiefs - Ein Bruch mit der Mahomes-Ära

Seit Beginn der Patrick-Mahomes-Ära erreichten die Chiefs mindestens das AFC Championship Game. Dass Kansas City 2025 erstmals die Playoffs komplett verpasst, zählt daher zu den größten Überraschungen der Saison.

Ein gewisser Leistungsabfall war erwartbar, doch dass die Chiefs bereits früh im Dezember endgültig aus dem Playoff-Rennen ausscheiden würden, sah kaum jemand kommen - zumal das Team über weite Strecken gesund war. Mahomes stand gemeinsam mit Travis Kelce, Rashee Rice, Marquise Brown, Xavier Worthy und Isiah Pacheco gleichzeitig auf dem Feld. Die Verletzung von Mahomes kam erst, als das Playoff-Aus praktisch bereits besiegelt war.

Die Chiefs scheiterten 2025 an vielen Dingen, die sie früher so zuverlässig beherrscht hatten. Eines der Kernprobleme war, dass sie enge Spiele diesmal häufig verloren - genau jene Spiele, die sie in den vergangenen Jahren fast immer für sich entschieden hatten. Erstmals zeigte sich, dass selbst Mahomes nicht jedes strukturelle Defizit kaschieren kann.

Cincinnati Bengals - Verschwendetes Talent

Nach dem knappen Verpassen der Playoffs im Vorjahr sollte 2025 der erneute Angriff folgen. Doch bereits die Offseason war von Vertragsdramen geprägt. Starspieler wie Ja’Marr Chase, Tee Higgins und Trey Hendrickson forderten neue Verträge, ohne dass die Bengals sofort nachgaben. Hinzu kam ein weiterer Konflikt rund um First Round Pick Shemar Stewart.

Zum Saisonstart schienen die Probleme gelöst: Joe Burrow war gesund, Chase und Higgins bildeten wieder eines der besten Receiver-Duos der Liga, Hendrickson sollte gemeinsam mit einem neuen Defensive Coordinator für mehr Stabilität sorgen. Doch es kam anders. Die Defense spielte phasenweise sogar schlechter als im Vorjahr, Burrow fiel lange mit einer Fußverletzung aus - und als er zurückkehrte, waren die Playoff-Hoffnungen bereits nahezu erloschen.

Umso erstaunlicher ist, dass trotz eines weiteren enttäuschenden Jahres kaum personelle Konsequenzen gezogen wurden. Head Coach Zac Taylor und sein Staff bleiben größtenteils im Amt. Fakt ist jedoch: Die Bengals können sich nicht mehr viele solcher verlorenen Jahre leisten, in denen die Prime von Joe Burrow und Ja’Marr Chase ungenutzt verstreicht.

Fazit

Enttäuschung misst sich nicht an Siegen allein, sondern an Erwartungen. Und gemessen daran haben diese fünf Teams 2025 besonders hart versagt. Ob gescheiterte Umbrüche, Verletzungen oder strukturelle Fehlentscheidungen - sie alle stehen vor entscheidenden Weichenstellungen. Denn eines zeigt diese Saison erneut brutal deutlich: In der NFL ist Geduld endlich. Und Ausreden verfallen schneller, als Hoffnung entsteht.

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