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Ein Coach für den Neustart: Warum Atlanta auf Stefanski baut

kicker

Die Falcons haben einen Deal mit Kevin Stefanski als neuem Head Coach erzielt. Der 43-Jährige reiste am Samstag nach Atlanta und wird nun bleiben, um den Posten offiziell zu übernehmen. Stefanski trifft auf eine Organisation im Umbruch: Mit Matt Ryan als neuem President of Football beginnt in Atlanta eine neue Ära - und Stefanski soll das Team sportlich anführen.

Ein Top-Kandidat - Atlanta handelte schnell

Stefanski galt ligaweit als einer der begehrtesten Coaching-Kandidaten dieses Zyklus. Auch die Tennessee Titans und die Baltimore Ravens wollten ihn zu einem zweiten Interview einladen. Die Falcons zogen jedoch frühzeitig nach und arbeiteten zügig an einer Einigung. Entscheidend war dabei die enge Beziehung zwischen Stefanski und Matt Ryan, die seit dem ersten Interview in regelmäßigem Austausch standen. Atlanta stattete Stefanski laut Berichten mit einem Fünfjahresvertrag aus.

Stefanski war sechs Jahre Head Coach der Cleveland Browns und führte das Franchise zweimal in die Playoffs, 2020 und 2023. In beiden Jahren wurde er zum NFL Coach of the Year gewählt. Insgesamt kam er in Cleveland auf eine Bilanz von 45-56 Siegen, wurde jedoch nach zwei schwierigen Spielzeiten mit einer Gesamtbilanz von 8-26 entlassen. Seine Browns-Zeit war geprägt von permanenter Unruhe auf der Quarterback-Position - ein Thema, das ihn nun auch in Atlanta wieder einholt.

Das neue Führungsduo: Matt Ryan und Kevin Stefanski

Mit der Verpflichtung Stefanskis haben die Falcons zwei ihrer wichtigsten Führungspositionen - President of Football und Head Coach - besetzt. Nun richtet sich der Fokus auf die Suche nach einem neuen General Manager. Falcons-Owner Arthur Blank setzt dabei auf klare Strukturen: Stefanski berichtet an Ryan, ebenso wie der künftige GM. Ryan lobte Stefanski als als Anführer mit klarer Vision und einer verantwortungsbewussten, spielerzentrierten Kultur.

Stefanski übernimmt einen sehr talentierten Falcons-Kader. Vier Spieler wurden in der Saison 2025 zu All-Pros gewählt, darunter Running Back Bijan Robinson, der als First-Team-Running-Back ausgezeichnet wurde. Dazu kommen junge Leistungsträger wie Drake London, Tight End Kyle Pitts mit Blick auf eine mögliche Free Agency sowie defensive Säulen wie A.J. Terrell und Jessie Bates. Stefanski soll zudem Defensive Coordinator Jeff Ulbrich halten, was auf personelle Kontinuität hindeutet.

Die Quarterback-Frage: Stefanskis größte Baustelle

So viel Talent der Kader bietet, so komplex ist die Quarterback-Situation. Die Falcons verpflichteten Kirk Cousins 2024 mit einem Vierjahresvertrag über 180 Millionen Dollar, drafteten jedoch im selben Jahr Michael Penix Jr. in der ersten Runde. Cousins verlor seinen Starter-Posten zwischenzeitlich, Penix ging als Starter in die Saison 2025, verletzte sich dann jedoch schwer am Knie. Cousins übernahm erneut und führte Atlanta in den letzten neun Spielen zu einer 5-4-Bilanz mit vier Siegen in Serie zum Abschluss.

Die große Frage lautet nun: Wie geht es auf der Quarterback-Position weiter? Penix’ Reha dürfte sich bis ins Training Camp ziehen, zudem bringt er bereits aus dem College eine ausgeprägte Verletzungshistorie mit.

Finanziell bietet sich den Falcons nun erstmals eine echte Exit-Option. Laut Spotrac würde Cousins bei einem Verbleib einen Cap Hit von 24,6 Millionen Dollar verursachen. Gleichzeitig ist es das erste Jahr mit überschaubarem Dead Cap, sollte man den Vierjahresvertrag vorzeitig beenden wollen. Stefanski muss also nicht nur sportlich, sondern auch strategisch eine Richtungsentscheidung treffen.

Die Situation ist für Stefanski kein Neuland. Als Offensive Coordinator der Minnesota Vikings arbeitete er 2019 eng mit Cousins zusammen, zuvor coachte er ihn bereits als Quarterbacks Coach. Auch in Cleveland war Stefanski als Head Coach gezwungen, mit wechselnden Quarterbacks zu arbeiten - von Baker Mayfield über Deshaun Watson bis hin zu mehreren Notlösungen. Dass er unter solchen Umständen zweimal Coach of the Year wurde, ist ein zentraler Teil seines Rufs.

Fazit

Die Falcons setzen klar auf Kompetenz, Struktur und Erfahrung. Kevin Stefanski bringt nach Atlanta, was dem Franchise seit Jahren fehlt: ein klares offensives Konzept und einen Head Coach, der auch in instabilen Situationen Ergebnisse liefern kann. Der Kader bietet genug Talent für einen schnellen Turnaround - doch die Quarterback-Frage wird über Erfolg oder Misserfolg der neuen Ära entscheiden.

Sicher ist: Mit Matt Ryan und Kevin Stefanski hat Atlanta eine neue Führung, die sportlich und strategisch anders agieren will und schnelle Erfolge anstrebt. Ob daraus endlich wieder Playoff-Football wird, ist die zentrale Frage dieser neuen Falcons-Ära.

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