"Es ist echt schade, dass wir dieses Jahr wieder in dieser Situation sind", sagte ein sichtlich niedergeschlagener Joe Tippmann. Der Center ist in seiner dritten Saison bei den New York Jets und muss weiter auf den Einzug in die Playoffs warten. "Wir versuchen ständig, dagegen anzukämpfen und es zu überwinden", erklärte er.
Doch bisher ist es ein Kampf gegen Windmühlen. Durch die klare Niederlage gegen die Miami Dolphins sind ihre minimalen Hoffnungen auf die Playoffs endgültig geplatzt.
Damit setzt sich ihre irre Serie fort: In der 15. Saison in Folge werden die Jets im Januar nur Zuschauer bei den Playoffs sein. Das ist nicht nur die längste Durststrecke in der NFL, sondern auch in NBA, NHL und MLB. Die einzige "Konkurrenz" sind die Buffalo Sabres aus der NHL, die zuletzt in der Saison 2010/2011 in den Playoffs waren.
Jets historisch erfolglos
Die Chancen, dass die schwarze Serie der Jets bald reißt, sind jedoch eher gering. Das liegt zum einen an der starken Division um die Buffalo Bills und New England Patriots, aber auch an den eigenen Problemen. Neuzugang Justin Fields wurde nach schlechten Leistungen auf die Bank gesetzt, während sich Tyrod Taylor gegen die Dolphins verletzt hat.
Langfristige Lösungen sind beide letztlich nicht, auch der Undrafted Rookie Brady Cook konnte gegen die Dolphins nur mäßig überzeugen. Somit muss erneut ein neuer QB her, es wäre der 17. Starting Quarterback, den die Jets seit der letzten Playoff-Teilnahme 2010 einsetzen würden.
Aber auch auf der Trainerbank konnte der Umschwung von den handelnden Leuten nicht eingeleitet werden: Weder Rex Ryan, der die Jets letztmalig in die Postseason geführt hatte, noch Todd Bowles (2015-2018), Adam Gase (2019-2020), Robert Saleh (2021-2024), Jeff Ulbrich (2024) oder der amtierende Head Coach Aaron Glenn waren erfolgreich. Viel mehr gab es seither nur eine Spielzeit mit einem positiven Record, 2015 verpassten die Jets mit 10-6 aufgrund eines Tiebreakers nur knapp die Playoffs.
Jets sind optimistisch
Das soll sich unter Glenn ändern, wenngleich er den schlechtesten Start in der Franchise-Geschichte mit sieben Niederlagen zum Auftakt hatte. So konnte er nicht vermeiden, dass die Jets zum sechsten Mal in Folge eine zweistellige Anzahl an Niederlagen haben. Nur die Las Vegas Raiders mit sieben (2003-2009) und die Tampa Bay Buccaneers mit zwölf aufeinanderfolgenden Spielzeiten (1983-1994) waren noch erfolgloser.
"Mit AG sehe ich die Vision und merke, wie die Jungs den Turnaround schaffen wollen", sagte Running Back Breece Hall zu ESPN. "Wir müssen einfach als Team besser werden und das umsetzen, was die Trainer uns beibringen."
Auch Nick Folk, der 2010 mit den Jets in den Playoffs stand, ist zuversichtlich. "Du kannst ein Haus auf einem schlechten Fundament bauen, aber es wird nicht lange stehen", erklärte der Kicker. "Ich glaube, dass ein AG ein gutes Fundament legen will, damit er etwas Langfristiges aufbauen kann."
Für den Head Coach ist derweil vor allem eine Sache wichtig. "Wir müssen besser werden", betonte er nach der Partie. "Bevor wir nämlich konstant gewinnen können, müssen wir uns in allen Bereichen steigern. Das gilt auch für uns Trainer."
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