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McVay wütend über Schiedsrichter-Entscheidung: "So etwas habe ich noch nie gesehen"

kicker

McVay machte aus seiner Verärgerung keinen Hehl und nahm die Offiziellen ungewöhnlich deutlich ins Visier. "So etwas wie bei dieser Two-Point-Conversion habe ich wirklich noch nie gesehen. Du stehst bereit zum Kickoff, und dann heißt es plötzlich, es sei ein Fumble gewesen, weil es eine angeblich klare und offensichtliche Recovery gab - und auf einmal steht es 30:30. Sehr interessant.", sagte der emotinal aufgeladene Rams-Coach nach dem Spiel.

McVay versteht Two-Point-Call nicht

Das war passiert: Der Pass von Seahawks-Quarterback Sam Darnold wurde als Rückpass gewertet, prallte an den Helm von Rams-Linebacker Jared Verse und sprang von dort in die Endzone. Dort hob Seattles Running Back Zach Charbonnet den freien Ball locker auf - als Teil der fortlaufenden Aktion galt das als klare Recovery, womit der Versuch nachträglich als erfolgreiche Two-Point-Conversion gewertet wurde.

Besonders der Ablauf der Review sorgte bei McVay jedoch für Kopfschütteln. Aus Rams-Sicht war der Versuch bereits gestoppt, das Team stellte sich schon zum Kickoff auf - erst nach der Videoüberprüfung wurde die Szene in einen Fumble mit anschließender Seahawks-Recovery und damit in eine erfolgreiche Two-Point-Conversion umgewertet.

"Ich habe keine klare Erklärung bekommen, was da genau abgelaufen ist, auch wegen des ganzen Chaos in dem Moment. Sie haben versucht, mir das zu erklären, aber wie gesagt: So etwas habe ich noch nie gesehen und noch nie erlebt. Ich bin mit diesem Spiel aufgewachsen."

Zwischen Klartext und Selbstkritik

Trotz aller Kritik an der Auslegung der Szene wollte McVay die Niederlage aber nicht allein an den Schiedsrichtern festmachen. "Ich suche keine Ausreden. Das machen wir nicht, das bringt uns nicht weiter", stellte er klar. Der Coach forderte stattdessen "Klarheit und eine Erklärung, was wir tun können, um so etwas zu minimieren, wenn wir eine Two-Point-Conversion eigentlich gestoppt haben." - sprich: mehr Transparenz bei der Kommunikation der Entscheidungen und gleichzeitig den Blick auf eigene Stellschrauben.

Genau dort finden die Rams genug Ansatzpunkte. Offensiv legte das Team um Matthew Stafford und Puka Nacua zwar über 450 Passing Yards auf, ließ aber mehrfach in der Redzone Punkte liegen und gab im vierten Viertel mit zu kurzen Drives das Heft aus der Hand. Defensiv bekam man Kenneth Walker III und später auch Rashid Shaheed in kritischen Momenten nicht in den Griff.

Frust über verpasste Chance - und ein Team, das lernen muss

Der Tenor nach der Partie: Die Rams haben nicht nur ein spektakuläres Spiel, sondern auch eine große Gelegenheit im Rennen um die Top-Platzierungen in der NFC verspielt. McVay sprach von einer "bitteren Lektion", aus der man schnell Konsequenzen ziehen müsse. Führungen in dieser Liga seien "niemals sicher", wenn man Special Teams, Defense und Clock-Management nicht über 60 Minuten im Griff habe.

Gleichzeitig wollte der Head Coach den Kopf nicht komplett hängen lassen. Das Team habe gezeigt, wozu es offensiv in der Lage sei, und dürfe nun nicht zulassen, dass ein brutaler Abend doppelt weh tut. Klar ist aber auch: Die Diskussion über die Two-Point-Conversion und McVays scharfe Worte werden die Rams noch begleiten - ein weiterer Beleg dafür, wie schmal die Grenze zwischen Statement-Sieg und traumatischer Niederlage in dieser Saison geworden ist.

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