Das Week-16-Duell im Ford Field bot neben der Auseinandersetzung von D.K. Metcalf und einem Fan auch Dramatik auf dem Feld - und ein Finish, das landesweit für Diskussionen sorgte. Zwei Touchdowns der Lions wurden in der Schlussphase wegen Offensive Pass Interference aberkannt, der letzte sogar auf dem finalen Spielzug.
Trotzdem war der Tenor im Locker Room eindeutig: Detroit sieht die Niederlage als eigenes Versäumnis - nicht als Fehlentscheidung der Offiziellen.
Campbell übernimmt Verantwortung
Noch sichtlich gezeichnet von den Ereignissen stellte sich Head Coach Dan Campbell nach der Partie vor sein Team. "Wir waren nicht in der Lage, es zuzumachen. Und am Ende des Tages liegt das an uns", sagte Campbell. "Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht, in der wir mit dem letzten Spielzug punkten mussten."
Campbell verweigerte bewusst jede Schuldzuweisung an die Unparteiischen - selbst nachdem innerhalb von Sekunden zwei potenzielle Game-Winner einkassiert worden waren.
Der letzte Spielzug und die Regel
Beim finalen 4th & Goal von der 9-Yard-Linie fand Quarterback Jared Goff Amon-Ra St. Brown kurz vor der Endzone. Dessen späterer Lateral zurück zu Goff führte scheinbar zum Walk-off-Touchdown - ehe die Flagge das Spiel stoppte. Die Schiedsrichter werteten St. Browns Bewegung zuvor als OPI gegen Steelers-Cornerback Jalen Ramsey.
Nach NFL-Regelwerk bedeutet ein Offensivfoul auf dem letzten Spielzug automatisch: keine Verlängerung der Spielzeit, kein Touchdown, Spielende. Brisant: Nur drei Spielzüge zuvor war bereits ein St.-Brown-Touchdown wegen OPI gegen Rookie Isaac TeSlaa aberkannt worden.
Goff: Verständnis - mit Bauchschmerzen
Goff stellte sich hinter die Linie seines Coaches, erlaubte sich aber eine Nuance: "Die Schiedsrichter haben einen schweren Job, und ich will keine Ausreden suchen", sagte Goff. "Der Call gegen TeSlaa war für mich eher eine Interpretationssache. Aber sie werden diese Calls treffen und wenn wir auf der anderen Seite wären, würden wir wahrscheinlich sagen: guter Pfiff." Der Quarterback nahm seinen Rookie ausdrücklich in Schutz: "Er sollte nicht den Kopf hängen lassen."
Steelers-Quarterback Aaron Rodgers verfolgte die Entscheidung aufmerksam und fühlte sich an ein berühmtes Kapitel seiner Karriere erinnert. "Ich habe Carl Cheffers’ Lippen gelesen und gesehen: OPI, Spielende", sagte Rodgers. "Ich war bei der Fail-Mary dabei. Deshalb war ich froh, dass es diesmal so ausgegangen ist. Wildes Spiel und froh, dass wir oben geblieben sind."
Historisch und sportlich ein Rückschlag
Laut Elias Sports Bureau sind die Lions das erste Team seit 30 Jahren, gegen das innerhalb der letzten 30 Sekunden zwei OPI-Strafen in einem Spiel durchgesetzt wurden. Sportlich verschärft die Niederlage die Lage dramatisch: Detroits Playoff-Chancen sanken auf nur noch sechs Prozent.
Trotzdem blieb Campbells Blick nach vorn gerichtet: "Du kannst dich nicht selbst bemitleiden. Es tut weh, klar. Aber wir haben niemanden außer uns selbst, den wir verantwortlich machen können. Und es liegt auch an uns, jetzt stark zu finishen."
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