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Nach Playoff-Aus der Dolphins: McDaniel lässt QB-Frage offen

kicker

Was lange undenkbar schien, ist in Miami nun Realität: Nach Wochen offensiver Stagnation und einer enttäuschenden Primetime-Pleite rückt Tua Tagovailoa ins Zentrum der sportlichen Aufarbeitung. McDaniels öffentliche Worte markieren einen Wendepunkt - nicht nur für den Rest der Saison, sondern womöglich für die strategische Ausrichtung der Franchise insgesamt.

"Alles ist auf dem Tisch"

Noch direkt nach dem Spiel hatte Mike McDaniel betont, keine vorschnellen Entscheidungen treffen zu wollen. Wenige Stunden später schlug der Ton jedoch deutlich um. "Das Quarterback-Spiel gestern Nacht war nicht gut genug", erklärte McDaniel. "Für mich ist deshalb alles auf dem Tisch." Worte, die in Miami aufhorchen lassen - zumal sie sich klar auf Tua Tagovailoas Leistung beziehen.

Schwieriger Abend in Pittsburgh

Beim 15:28 gegen die Pittsburgh Steelers lief offensiv über weite Strecken kaum etwas zusammen. Tagovailoa kam in den ersten drei Vierteln lediglich auf sechs vollständige Pässe für 65 Yards und eine Interception.

Zwar beendete er die Partie mit 253 Yards und zwei Touchdowns, doch beide Scores fielen erst im Schlussviertel, als das Spiel beim Stand von 28:3 praktisch entschieden war. Insgesamt rangiert Miamis Passing Offense seit Week 10 nur noch auf Platz 31 der Liga.

Selbstkritik von Tagovailoa

Der Quarterback selbst übernahm nach dem Spiel Verantwortung - nicht nur für seine Würfe, sondern auch für die Vorbereitung. Er habe seine Receiver nicht gut genug auf Abläufe, Kommunikation und Aufstellungen eingestellt und "die Jungs damit im Stich gelassen", sagte Tagovailoa offen. Auch McDaniel räumte ein, dass das Passspiel die Mannschaft zuletzt regelmäßig ausgebremst habe.

McDaniel kündigte an, spätestens am Mittwoch eine Entscheidung über den Starter für Week 16 zu treffen. Alternativen wären Ex-Jets-Quarterback Zach Wilson oder Rookie Quinn Ewers, den Miami in der siebten Runde gedraftet hatte. Ein Wechsel wäre bemerkenswert - nicht zuletzt, weil Tagovailoa erst 2024 einen Vierjahresvertrag über 212,1 Millionen Dollar unterschrieben hatte.

Ein teures Fragezeichen

Nach einer Saison 2023 als Pass-Yard-Leader der NFL zeigt die Kurve 2025 klar nach unten. Tagovailoa führt die Liga aktuell mit 15 Interceptions an, während die Dolphins bei 6-8 stehen und keine Playoff-Chance mehr haben. Das kommende Heimspiel gegen die Cincinnati Bengals könnte nun zur Zäsur werden - sportlich wie strukturell.

Ob McDaniel tatsächlich den Schritt wagt oder seinem Quarterback noch einmal das Vertrauen schenkt, wird sich in den nächsten Stunden entscheiden. Klar ist: In Miami ist nichts mehr gesetzt.

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