Patrick Mahomes kennt vor allem die Sonnenseite der NFL. Super-Bowl-Nächte, MVP-Trophäen, Playoff-Dramen. Seine Laufbahn ist geprägt von vielen Höhepunkten.
Was er bisher kaum kannte, ist die aktuelle Situation. Zum einen verpassten die Kansas City Chiefs erstmals mit ihm als Quarterback die Playoffs.
Was aber noch schwerer wiegt: Zum ersten Mal in seiner Karriere hat es ihn richtig erwischt. Am Montag wurde er erfolgreich operiert – das Kreuzband war gerissen, das Kollateralband im Knie ebenfalls. Für den 30-Jährigen beginnt nun kein glamouröser Run Richtung Titel, sondern die wohl härteste Phase eines Sportlerlebens: monatelange Reha, Tag für Tag, Schritt für Schritt.
Um irgendwann das Comeback zu feiern.
Einer weiß sehr genau, wie sich das anfühlt: Tom Brady. Auch er ging diesen Weg. 2008, erstes Spiel, Knie kaputt, Saison beendet.
Und die Parallelen sind auffällig: Beide verletzten sich im neunten Jahr ihrer Karriere, beide kamen aus einer Saison mit Super-Bowl-Niederlage, beide hatten zu diesem Zeitpunkt bereits drei Titel gewonnen.
Der Unterschied? Brady schrieb nach seiner Rückkehr erst richtig Geschichte. Vier weitere Super-Bowl-Ringe folgten. Mahomes steht inmitten der Verletzung und will natürlich weitere NFL-Historie schreiben.
Für Mahomes beginnt nun ein ähnlicher Prüfstein. Für die Reha sind Geduld und mentale Härte gefragt. Es ist der Moment, in dem Karrieren nicht entschieden, aber geformt werden. Und wenn die Geschichte eines etwas älteren Quarterbacks aus New England eines zeigt, dann das: Ein Knie kann kaputtgehen. Ein Vermächtnis nicht.
Im SiriusXM-Podcast "Let’s Go!" wurde Brady deshalb gefragt, welchen Rat er Mahomes mitgeben würde.
"Das Einzige, was du tun kannst, ist, den Blick nach vorne zu richten und nicht zurückzuschauen“, sagte Brady. "Du musst akzeptieren: Das ist jetzt ein Teil meiner Karriere. Viele haben das schon erlebt, viele haben es überwunden. Entscheidend ist, wie viel Sorgfalt und Einsatz du in die Reha steckst."
Brady betonte, wie wichtig ein kompromissloser Ansatz sei: "Ich habe immer das Gefühl gehabt: Je schneller und konsequenter du die Reha machst, desto schneller kannst du wieder das tun, was du liebst – Football spielen. Manche bleiben zu lange im Reha-Modus, statt in den Trainingsmodus zu wechseln. Du musst so schnell wie möglich durch die Reha durch und zurück ins Training kommen."
Das verlange allerdings volle Hingabe: "Dafür brauchst du denselben Einsatz, dieselbe Entschlossenheit wie die besten Profisportler sie zeigen, um auf höchstem Niveau zu performen. Genau dieses Maß an Fokus und Willen brauchst du auch im Reha-Prozess."
"Aber es ist eine harte Reha – eine der härtesten überhaupt", sagte Brady. "Ich erinnere mich daran, wie ich mich jeden Tag selbst gepusht habe. Der Schmerz und das Unwohlsein fühlen sich jeden Tag gleich an, der Unterschied ist nur, dass du Fortschritte machst. Und das ist psychologisch extrem schwierig. Du denkst dir: Mein Gott, es fühlt sich jeden Tag falsch an. Gleichzeitig gewinnst du Beweglichkeit, Kraft und kommst der Genesung näher. Genau das ist der Weg. Ich wünsche ihm dafür wirklich nur das Beste."
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