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Schockstarre in Kansas City: Chiefs rücken nach Mahomes-Verletzung zusammen

kicker

Das sportliche Aus und die Verletzung waren schnell erklärt: Patrick Mahomes zog sich in den Schlussminuten der 16:13-Niederlage gegen die Los Angeles Chargers einen Kreuzbandriss im linken Knie zu, als sein Knie beim Abstoppen nach einem Scramble wegknickte.

Doch das, was folgte, war deutlich schwerer greifbar. In der Chiefs-Kabine herrschte Stille. Für viele Spieler war sofort klar, dass sie gerade mehr als nur ein Spiel verloren hatten - sie hatten ihren Anführer verloren. Entsprechend standen nach der Partie weniger Analysen als persönliche Reaktionen im Mittelpunkt.

"Das ist mein Bruder"

Defensive Leader Chris Jones brachte die Gefühlslage auf den Punkt: "Ich habe ihn einfach umarmt. Das ist mein Bruder. Wir haben so viel zusammen erlebt." Worte, die sinnbildlich für die Stimmung standen. Mahomes sei nicht nur Quarterback, sondern emotionaler Fixpunkt des Teams.

Auch Gardner Minshew, der Mahomes nach der Verletzung ersetzte, zeigte großen Respekt: "Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so viel von sich selbst für ein Team gibt. Das hier tut weh - für ihn und für uns alle."

Mahomes selbst: Schmerz, Glaube und Kampfansage

Mahomes meldete sich noch am Abend zu Wort. Offen, verletzlich, aber kämpferisch. "Ich weiß nicht, warum das passieren musste. Es tut weh", schrieb er. Gleichzeitig richtete er den Blick nach vorne: Vertrauen, tägliche Arbeit, Comeback. Die Botschaft war klar: Aufgeben ist keine Option.

Gerade diese Haltung bewegte viele Mitspieler, sie passt zu dem Bild eines Quarterbacks, der in Kansas City längst mehr ist als ein Superstar.

Kelce schweigt

Travis Kelce verzichtete auf große Statements. "Jetzt ist nicht der richtige Moment", sagte er lediglich. Der enge Vertraute von Mahomes wirkte sichtlich mitgenommen. Dass ausgerechnet er keine Worte fand, unterstrich die Wucht des Moments. Kelces Zukunft ist offen - die Verletzung seines Lieblingsmitspielers verleiht dieser Frage zusätzliche Brisanz.

Auch Head Coach Andy Reid vermied große Gesten. Stattdessen sprach er von Verantwortung und verpassten Chancen. "Wir müssen besser sein, wenn wir Gelegenheiten bekommen", sagte Reid - ein Satz, der über das einzelne Spiel hinausging. Zwischen den Zeilen klang an, dass die Chiefs diese Saison nicht nur durch Pech, sondern auch durch eigene Fehler verloren haben.

Tom Brady hatte - ähnlich wie Patrick Mahomes - früh in seiner Karriere drei Super-Bowls gewonnen, ehe er in seiner neunten NFL-Saison einen Kreuzbandriss erlitt und mit seinem Team die Playoffs verpasste. Was folgte, ist NFL-Geschichte: ein Comeback, das den Grundstein für eine noch größere, ikonische Karriere legte.

Patrick Mahomes steht nun vor einem vergleichbaren Wendepunkt. Auch für ihn endet die neunte Saison abrupt, auch für ihn ist die Spielzeit sportlich enttäuschend. Und auch er wird nun versuchen, aus genau diesem Rückschlag neue Stärke zu ziehen.

Dass Mahomes dazu in der Lage ist, daran zweifelt im Locker Room der Chiefs niemand. "Er ist unten, klar", sagte Backup-Quarterback Gardner Minshew. "Aber wenn ich jemandem zutraue, zurückzukommen, dann ihm." Die Worte stehen sinnbildlich für die Stimmung in Kansas City: Enttäuschung und Fassungslosigkeit sind präsent - doch über allem liegt die feste Überzeugung, dass Mahomes diesen Moment nicht als Ende, sondern als Ausgangspunkt für das nächste Kapitel seiner Karriere nutzen wird.

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