Fehlercode: %{errorCode}

Trotz Tabellenführung in AFC-South: Fehlender Respekt für Jaguars

kicker

Mit nun neun Siegen aus 13 Spielen und der realistischen Chance auf eine zweistellige Siegzahl nach einem 4-13 Jahr liefert Jacksonville eine der beeindruckendsten Entwicklungen der Saison. Trotzdem dominiert nach dem Sieg gegen die Indianapolis Colts ein anderes Narrativ: Die Jaguars fühlen sich bewusst übersehen und nutzen genau das als Treibstoff für ihren Lauf.

"Niemand mag uns außer uns selbst"

Running Back Travis Etienne Jr., der gegen die Colts zwei Touchdowns erzielte, fand deutliche Worte: "Am Ende des Tages mag uns niemand außer uns selbst. Wir werden keinen Respekt bekommen und ehrlich gesagt ist uns das egal."

Für ihn ist das mangelnde Ansehen keine Überraschung, sondern Teil dessen, was die Organisation seit Jahren begleitet. Genau darin sieht er die Grundlage des aktuellen Erfolgs: ein Team, das seine Energie nicht aus externer Anerkennung, sondern aus interner Geschlossenheit zieht.

Jaguars nutzen fehlende Anerkennung als Antrieb

Quarterback Trevor Lawrence formulierte es nüchtern, aber nicht weniger klar: "Wir fühlen uns wie ein richtig gutes Team und bekommen wahrscheinlich nicht den Respekt, den wir verdienen." "Alle reden über andere Teams in unserer Division - wer alles den Titel holen wird. Niemand kümmert sich um die Jags. Das ist okay. Wir nutzen das als Chip on our shoulder."

Selbst nach einem souveränen Sieg über Indianapolis wurde öffentlich fast ausschließlich über die Achilles-Verletzung von Colts-Quarterback Daniel Jones gesprochen. Und auch nach dem beeindruckenden 20:10-Erfolg der Houston Texans gegen die Kansas City Chiefs, der landesweit Schlagzeilen machte, rückten die Jaguars trotz ihrer Führung in der AFC South erneut in den Hintergrund.

Fehlender Respekt als Vorteil

Auch Head Coach Liam Coen, der in seiner ersten Saison bereits den Franchise-Rekord für Siege im ersten Jahr eingestellt hat, interpretiert das fehlende Lob als Vorteil: "Ich weiß nicht, ob wir jemals wirklich Respekt bekommen werden. Und das ist das Schöne daran.", "Unsere Jungs finden jede Woche Wege, ein bisschen angefressen zu sein und richtig abzuliefern."

Für Coen war die dramatische Niederlage gegen Houston in Week 10 - trotz einer 19-Punkte-Führung - ein Wendepunkt. Seitdem hat Jacksonville eine Serie gestartet:

Ein Team, das erst lernen musste, wie man Spiele schließt und jetzt Woche für Woche die Konsequenz zeigt, die zuvor fehlte.

Hines-Allen über die Außenwahrnehmung

Defensive End Josh Hines-Allen fasste die kollektive Stimmung zusammen: "Ligaweit sind wir für sie immer noch 'die Jags'. Sie warten nur darauf, dass wir wieder ausrutschen."

Und dann der Satz, der zeigt, wie viel Selbstbewusstsein in Jacksonville inzwischen gewachsen ist: "Wenn wir unserem Prozess weiter vertrauen - sehen wir sie im Super Bowl."

Week 14: Die Woche, die Playoff-Träume macht oder zerstört Kampf um die Playoffs: Diese Teams haben das leichteste Restprogramm Der aktuelle Playoff-Stand in der NFL NFL Draft Order 2026: Die aktuelle Top-10-Reihenfolge im Überblick Schlagzeilen aus der NFL