Die erste Runde des College Football Playoff (CFP) bereitete den Boden für dieses Final Four. Die Miami Hurricanes feierten in College Station mit einem defensiv geprägten Sieg über Texas A&M den ersten CFP-Erfolg der Programmgeschichte und den einzigen Upset der ersten Runde.
Die Oregon Ducks untermauerten im Autzen Stadium mit einem Offensiv-Statement gegen James Madison ihre Titelambitionen. Und die Ole Miss Rebels fanden nach dem Abgang von Lane Kiffin sofort eine neue Identität: Pete Golding führte die Rebels zu einem klaren Sieg über Tulane und direkt ins Viertelfinale.
College Football Playoff Recap: erste Runde
Die vier Viertelfinals lieferten ein breites Spektrum an Geschichten. Miami eliminierte Titelverteidiger Ohio State mit einer dominanten defensiven Performance und feierten damit ihren zweiten Upset der Playoffs. Oregon erstickte Texas Tech im Orange Bowl, ohne selbst zu glänzen.
Die Indiana Hoosiers bestätigten ihren Status als First Seed mit einem deutlichen 38:3 gegen Alabama. Und Ole Miss schockte die Georgia Bulldogs im Sugar Bowl mit einem dramatischen Finish - erstmals stehen die Rebels im CFP-Halbfinale.
College Football Playoff Recap: Viertelfinale
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Das erste College-Football-Playoff-Halbfinale ist absolviert. Im Fiesta Bowl haben sich die Miami Hurricanes in einem hochdramatischen Duell mit 31:27 gegen Ole Miss durchgesetzt und stehen erstmals seit über zwei Jahrzehnten wieder im National Championship Game. Entscheidend war ein nervenstarker Schlussdrive: Quarterback Carson Beck führte sein Team über 15 Plays übers Feld und vollendete selbst 18 Sekunden vor Schluss mit einem 3-Yard-Touchdown-Lauf.
Miami kontrollierte früh Ballbesitz und Tempo, ließ offensiv jedoch Chancen liegen. Ole Miss nutzte diese Phase, drehte das Spiel im zweiten Durchgang und ging in der Schlussphase sogar mit 27:24 in Führung. Beck antwortete jedoch abgeklärt, hielt die Uhr am Laufen und belohnte die Hurricanes mit dem späten Game Winner.
Spielbericht Ole Miss Rebels - Miami Hurricanes
Das zweite Halbfinale ist ein Rematch und ein Systemvergleich. Im Oktober gewann Indiana auswärts in Eugene mit 30:20. Nun geht es auf neutralem Boden um deutlich mehr.
Indiana reist als First Seed und mit maximalem Selbstverständnis an. Nach dem Sieg im Big Ten Championship Game gegen die Ohio State Buckeyes und dem klaren Viertelfinal-Erfolg über Alabama Crimson Tide ist das Team von Curt Cignetti das formstärkste Programm des Landes. Statistisch führen die Hoosiers die Nation in EPA per Play an und gehören auch defensiv zur absoluten Spitze. Heisman-Gewinner Fernando Mendoza steht sinnbildlich für dieses Modell: effizient, abgeklärt, fehlerarm und in den großen Momenten verlässlich.
Oregon wiederum steht unter Zugzwang. Im ersten Duell hatte Quarterback Dante Moore Probleme mit Indianas Defense, die ihn zweimal abfing und das Laufspiel komplett neutralisierte. Die Ducks verfügen über die explosivere Offense, müssen aber zeigen, dass sie physisch und strukturell auf diesem Niveau bestehen können. Für Head Coach Dan Lanning ist es auch ein persönlicher Test: In Neutral Site Games gegen Top-Gegner blieb der Durchbruch bislang aus.
Schlüsselthema: Kann Oregon das Tempo diktieren oder zwingt Indiana den Gegner erneut in ein Spiel nach eigener Blaupause?
Für die Hurricanes geht der Traum nun im eigenen Wohnzimmer weiter. Miami steht am 20. Januar im Hard Rock Stadium vor heimischem Publikum im Endspiel um den nationalen Titel. Um 1:30 Uhr deutscher Zeit steigt in Miami Gardens, Florida, das National Championship Game - mit klarer Heimkulisse für die Hurricanes. Welches Team ihnen dort gegenübersteht, entscheidet das zweite Halbfinale zwischen Indiana und Oregon. Für einen von beiden endet der Titeltraum wenige Tage zuvor.
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