Auf die Frage, wie groß seine Vorfreude auf ein International Game in Deutschland sei, erklärte der Lions-Receiver: "Ich würde mich riesig freuen. Seit ich hier bin - das ist jetzt mein fünftes Jahr - haben wir noch nie international gespielt. Jedes Jahr gibt es Teams, die im Ausland ran dürfen, nur wir nicht. Jetzt bekommen wir endlich ein Spiel außerhalb der USA, darauf freue ich mich."
Mögliches "Homecoming" für den Lions-Star
Für St. Brown wäre ein Spiel in Deutschland dabei deutlich mehr als nur ein "normaler" internationaler Auswärtstrip. Der Sohn einer deutschen Mutter hat in seiner Kindheit viel Zeit hier verbracht, spricht fließend Deutsch und kennt Kultur und Mentalität aus erster Hand. Entsprechend scherzte er, dass seine Mutter wohl noch aufgeregter wäre als er selbst - und gleich "50, 60 Tickets" einplanen würde. Ein Lions-Spiel in München wäre damit auch ein Familienereignis, das weit über den Sport hinausgeht.
Deutsche Fans und ihre Fußballgesänge
Besonders eindrucksvoll klingt auch seine Einschätzung der deutschen Fans. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Fans das Stadion komplett übernehmen würden", sagte St. Brown. Aus seiner Sicht bringt die Fußballkultur in Europa eine besondere Stimmung mit sich: "In Deutschland und generell in Europa sind die meisten Fans mit dem Fußball aufgewachsen. Die Art, wie sie feiern und Spiele schauen, ist ganz anders als bei Football-Spielen."
Den Unterschied beschreibt er so: "Ihre Gesänge gehen im Grunde über das ganze Spiel, weil - anders als im Football - im Fußball die Partie eigentlich nie richtig unterbrochen wird. Es sind zwei mal 45 Minuten - also singen sie einfach weiter, solang das Spiel läuft." Die Folge: "Ich glaube, sie werden wahrscheinlich das ganze Spiel über laut sein."
Gleichzeitig weiß St. Brown, dass viele zwar begeistert aber noch in der Lernphase sind: "Sie verstehen Football noch nicht komplett, aber sie fangen an, immer mehr zu verstehen - und das ist schön." Am meisten freue ihn, so der Receiver, "die Interaktion mit den Fans, wie sie das Spiel wahrnehmen, die Atmosphäre - einfach alles."
Deutscher Touchdown-Jubel
Ganz nebenbei kündigte der Deutschamerikaner bereits an, sich für den Fall der Fälle etwas Besonderes einfallen zu lassen. Auf die Frage nach einem möglichen "deutschen" Touchdown-Jubel antwortete er ohne zu zögern, dass er für ein Spiel in Deutschland definitiv eine spezielle Celebration parat hätte.
Ob Anspielung auf Fußball, deutsche Kultur oder Sprache - Ideen scheinen genug vorhanden zu sein. Für die Fans hierzulande ist die Botschaft klar: Sollte die NFL ihr Versprechen halten und die Lions 2026 tatsächlich nach Deutschland schicken, dürfen sie sich nicht nur auf einen der besten Receiver der Liga freuen, sondern auch auf eine Atmosphäre, die selbst Amon-Ra St. Brown ins Staunen versetzen könnte.
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