Die Washington Huskies haben am Sonntag einen ihrer größten Spieler aller Zeiten geehrt. Das Trikot mit der Nummer 40 von Chris Welp wurde feierlich unter das Dach der Alaska Airlines Arena gezogen, mehr als zehn Jahre nach seinem Tod im Jahr 2015. Die emotionale Zeremonie wurde sportlich untermalt: Die Huskies bezwangen die Ohio State Buckeyes mit 81:74.
Welp verließ 1987 das College als All-Time-Scoring-Leader der Huskies mit 2.073 Punkten. "Niemand bleibt heute lange genug, um da ranzukommen", sagte Ex-Mitspieler Shag Williams. "Das ist ein Rekord, der uns alle überleben wird." In vier Jahren an der University of Washington (1983 bis 1987) startete Welp 121 von 129 Spielen. Er erzielte im Schnitt 16,1 Punkte, 7,7 Rebounds und blockte 1,4 Würfe pro Spiel. Seine Effizienz war außergewöhnlich: 56,9 Prozent aus dem Feld, 72,2 Prozent von der Freiwurflinie.
Welp ist bis heute Vierter der Husky-Geschichte in Rebounds (995) und ist geteilter Erster bei Blocks (186). Als Pac-10 Freshman of the Year (1984), dreifacher All-Conference-Spieler und späterer Pac-10 Player of the Year (1986) prägte er eine der erfolgreichsten Phasen des Programms.
Welp und Schrempf: Ein deutsches Duo prägt die Huskies
Gemeinsam mit Detlef Schrempf führte Welp Washington zu zwei geteilten Pac-10-Titeln (1983/84 und 1984/85). Schrempf erinnerte sich daran, wie Welps Spielstil ihm erlaubte, mehr auf den Flügel auszuweichen, und wie gut das Zusammenspiel funktionierte.
"Er war uneigennützig, extrem trickreich und ließ alles leicht aussehen", sagte Dave Harshman, Sohn von Coach-Legende Marv Harshman. Welp beherrschte Post-Moves, den Hook-Shot nach Kareem-Vorbild, den Face-Up-Jumper, und war für seine Größe außergewöhnlich leichtfüßig auf den Court unterwegs.
1987 wurde Welp an Position 16 von den Philadelphia 76ers gedraftet. Eine Knieverletzung verkürzte seine NBA-Karriere, doch in Europa feierte er große Erfolge: Neun Meisterschaften in Deutschland, Italien und Griechenland folgten.