Wie das Team am Montag offiziell bekannt gab, hat der 25-Jährige einen Achillessehnenriss im rechten Fuß erlitten. Im Zuge dessen ist er auch bereits operiert worden und dürfte die gesamte kommende Saison verpassen. "Eine am Montag durchgeführte MRT-Untersuchung bestätigte, dass sich Haliburton die rechte Achillessehne gerissen hat. Die Operation ist noch für heute angesetzt und wird von Dr. Martin O’Malley am Hospital for Special Surgery in New York durchgeführt", teilte das Team mit.
Nach der OP meldete sich der Star-Guard auf Social Media zu Wort. "Mann. Ich weiß gar nicht, wie ich es anders beschreiben soll als mit: Schock. Worte können den Schmerz dieser Enttäuschung nicht ausdrücken. Die Frustration ist unermesslich. Ich habe mein ganzes Leben lang auf diesen Moment hingearbeitet - und so endet es? Es ergibt keinen Sinn", schrieb er.
"Mit 25 habe ich schon gelernt: Gott gibt uns nie mehr, als wir tragen können. Ich weiß, dass ich auf der anderen Seite als besserer Mensch und besserer Spieler rauskommen werde. Und ehrlich - gerade jetzt, mit gerissener Achillessehne und allem - bereue ich nichts. Ich würde es wieder tun. Und nochmal. Um für diese Stadt und meine Brüder zu kämpfen. Für die Chance, etwas Besonderes zu schaffen", führte er aus und richtige seine Worte auch direkt an die Fans: "Indy, es tut mir leid. Wenn eine Fangemeinde das nicht verdient hat, dann ihr. Aber gemeinsam werden wir wie die Hölle dafür kämpfen, wieder genau an diesen Punkt zurückzukommen - und ihn dieses Mal zu überwinden."
Trotz der schwere der Verletzung verliert er zudem nicht den Mut. "Meine Reise bis hierher war kein Zufall. Ich habe jeden Tag an mir gearbeitet, um großartig zu werden. Und ich werde genau so weitermachen. Der wichtigste Punkt bei all dem ist: Ich bin dankbar. Dankbar für jede einzelne Erfahrung, die mich bis hierher geführt hat. Dankbar für all die Liebe aus der Basketballwelt. Ich muss das hier nicht durchstehen - ich darf das durchstehen. Ich bin dankbar für den Weg, der vor mir liegt. Beobachtet, wie ich zurückkomme. Gebt mir etwas Zeit, ich werde mich aufrappeln - und wieder der beste Tyrese Haliburton sein, der ich sein kann", beendete er sein Statement.
Haliburton der dritte Star mit Achillessehnenriss
Tyrese Haliburton war angeschlagen mit einer Wadenzerrung in das alles entscheidende Spiel 7 der NBA Finals gegangen - und verletzte sich dann nach gut sieben Minuten nun weitaus schlimmer. Bei einem Spielzug Richtung Zone ging der 25-Jährige zu Boden und schrie anschließend vor Schmerzen. Bäuchlings lag er auf dem Parkett und schlug mit der Faust auf den Boden. Schnell war klar, dass die Partie für den besten Spieler der Pacers früh gelaufen war. Indiana verlor anschließend dann auch das Spiel mit 91:103 gegen die Oklahoma City Thunder und musste damit die eigenen Meisterträume begraben.
Haliburton humpelte gestützt von seinen Teamkollegen und unter Tränen in die Kabine. Auf den Fernsehbildern konnte man die schwere Verletzung bereits erahnen. Haliburtons Vater sprach auch kurz darauf von einer Verletzung an der Achillessehne, eine genaue Diagnose stand da aber noch aus. Die Verletzung sorgte nicht nur bei seinem Klub für Bestürzung, auch andere Sportgrößen wie LeBron James, Patrick Mahomes oder Trae Young reagierten via Kurznachrichtendienst X auf die Szene.
Der zweimalige All-Star war in dieser Saison die treibende Kraft hinter dem Finals-Run der Pacers. In den Playoffs legte er im Schnitt 17,7 Punkte, 9,0 Assists sowie 5,6 Rebounds pro Partie bei einer Feldwurfquote von 46,1 Prozent auf.
Nach Jayson Tatum von den Boston Celtics und Damien Lillard von den Milwaukee Bucks ist Haliburton bereits der dritte namhafte NBA-Spieler, der in der laufenden Saison einen Riss der Achillessehne erlitten hat.