Knicks siegen nach 23:0-Start gegen Utah
So früh war in dieser Spielzeit wohl noch kein Spiel entschieden. Die Knicks gingen dank eines Dreiers von Karl-Anthony Towns zum Spielbeginn mit +3 in Führung, ehe sich in den kommenden rund sechs Minuten Historisches abspielen sollte. Für die Gäste aus Utah war der Ring komplett verschlossen, während New York einen Korb nach dem anderen erzielte. So wuchs der Vorsprung erst auf zehn, dann auf 20 und nach einem Dreier von Jalen Brunson schließlich auf 23 Punkte. Erst nach 6:33 gespielten Minuten konnte Utah in Form von Keyonte George die ersten Punkte des Abends verzeichnen.
Noch nie in der Geschichte der NBA, seit jeder Spielzug detailliert erfasst wird (1997), ist einem Team ein besserer Start in ein Spiel gelungen. Utah vergab seine ersten zwölf Versuche und stand nach einem ersten Viertel bereits bei einem Rückstand von 28 Zählern, insgesamt trafen sie nur 4/23 Würfe für 13 Punkte in den ersten zwölf Minuten. Die 28-Punkte-Führung nach einem Viertel war ebenfalls die höchste der Knicks-Geschichte seit Erfassung der Daten.
So spielte auch kein Spieler auf Seiten der New Yorker länger als 30 Minuten. Topscorer war Brunson mit 33 Punkten, gefolgt von Miles McBride, der starke 7/10 Dreier traf. Bei Utah waren Lauri Markkanen und George (beide 18) die besten Werfer.
Durant mit Meilenstein gegen Ex-Team
Ausgerechnet beim ersten Spiel gegen sein Ex-Team Phoenix gelang Kevin Durant ein historischer Meilenstein. Mit seinen starken 28 Punkten knackte er als achter Spieler der NBA-Geschichte die Marke von 31.000 Punkten. KD war es auch, der die Seinen mit 17 Punkten im zweiten Viertel auf die Siegerstraße führte, insgesamt ging das Viertel mit 44 zu 27 an das Heimteam.
Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich ein 16:2-Lauf am Ende des dritten Viertels, der Houston uneinholbar mit 25 Zählern in Front brachte und Durant seinen wohlverdienten Feierabend bescherte. Bester Scorer bei den Rockets, die auf den kranken Alperen Sengün verzichten mussten, war Amen Thompson. Der 22-Jährige legte mit 31 Zählern bei guten Quoten (12/17 FG) einen Saisonbestwert auf.
Rückkehr Dillon Brooks sowie der verletzte Jalen Green erhielten in der Viertelpause ein Tribute-Video und wurden dazu auch mit großem Applaus von den Fans empfangen. Brooks war in der Abwesenheit des verletzten Devin Booker erneut der beste Scorer seines Teams (23 Punkte), ihm fehlte aber merklich die Unterstützung. Der Rest der Starting Five kam zusammen nur auf 31 Zähler.
Lakers kommen in Boston unter die Räder
Einen Tag nach dem Gamewinner in Toronto gab es für die Lakers in Boston nicht viel zu bejubeln. Ohne LeBron James und Luka Doncic wirkte L.A. von Beginn an chancenlos und lag bereits nach dem ersten Viertel mit 22 Zählern hinten. Da die Celtics überragend aufgelegt waren, wurde es in der Folge auch nicht mehr deutlich knapper.
Boston traf einen Saisonrekord 24 Dreier und spielte starke 31 Assists. Angeführt wurden sie von Jaylen Brown (31 Punkte, 8 Rebounds, 8 Assists), auch die restliche Starting Five punktete durch die Bank hinweg zweistellig. Bei den Lakers war Austin Reaves mit 36 Zählern der mit Abstand beste Werfer.
Auch für das zweite Team aus L.A. gab es keine positiven Nachrichten. Obwohl sie lange gut im Spiel waren, trafen die Clippers in der Crunchtime nichts mehr und mussten mitansehen, wie die Grizzlies das Spiel dank eines 9:0-Laufs zumachten. Bei Memphis stach dabei Rookie Cedric Coward mit 23 Punkten und 14 Rebounds heraus. Kawhi Leonards 24 Punkte waren für die Clippers, die nur zwei ihrer letzten acht Spiele gewonnen haben, zu wenig.
Nuggets gewinnen dank Monster-Comeback
Was für ein Spiel in Atlanta! Die Hawks kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine, trafen 13 ihrer ersten 15 Würfe, spielten 13 Assists und gingen mit einer 17-Punkte-Führung in die erste Viertelpause, die sie kurz darauf auf +23 ausbauten. Jalen Johnson, der das Spiel mit 21 Punkten, 18 Rebounds und einem Karrierebestwert von 16 Assists beendete, hatte bereits zur Pause ein Triple-Double auf dem Statistikbogen stehen - als erster Spieler der Hawks-Geschichte.
Dann schlug aber die Stunde der Nuggets. Jokic, der in der ersten Hälfte nur 2/13 aus dem Feld getroffen hatte, drehte richtig auf und traf 11/13 in der zweiten Hälfte für insgesamt 40 Punkte, neun Rebounds und acht Assists. Der große Run der Nuggets kam aber ohne den Joker auf dem Feld. Sie begannen das vierte Viertel mit einem 23:3-Lauf, trafen sieben Dreier in Folge und gingen damit erstmal in Führung. Am Ende hatte der starke Nickeil Alexander-Walker (30 Punkte) die Chance auf den Ausgleich, Jamal Murray (23 Punkte) blockte seinen Versuch aber.
Neben Johnson und Alexander-Walker machte auch Kristaps Porzingis mit 25 Punkten (9/13 FG) ein richtig gutes Spiel. Für die Nuggets war es bereits der siebte Auswärtserfolg in Serie.
OKC und Detroit siegen weiter
Die beiden besten Teams ihrer Conferences bleiben weiterhin in der Erfolgsspur. Während den Thunder drei starke Viertel gegen die Mavs reichten, brauchte Detroit ein gutes viertes Viertel, um den Sieg gegen die Blazers nach Hause zu holen.
Cade Cunningham erzielte 13 seiner 29 Punkte im letzten Spielabschnitt, der mit 38:31 an die Pistons ging. Neben Cunningham zeigte auch Jalen Duren (18 Punkte, 8 Rebounds) ein starkes Spiel, bei den Blazers überragte das Trio Deni Avdija (35), Jerami Grant (29) und Shaedon Sharpe (28).
Bei OKC, das mittlerweile 14 Spiele in Serie gewonnen hat, war SGA mit 33 Punkten in 28 Minuten der beste Scorer, gefolgt von Chet Holmgren und Jalen Williams (je 15). Isaiah Hartenstein fehlt weiterhin verletzt. Rookie Cooper Flagg kam für die Mavs auf 16 Punkte, Anthony Davis zeigte mit zwei Punkten (1/9 FG) ein schwaches Spiel.
Hier geht's zum Spielbericht des knappen Magic-Sieges.
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