Kawhi mit neuem Career High
Im zarten Alter von 34 Jahren hat Kawhi Leonard einen neuen Karrierebestwert aufgestellt. Der Forward erzielte gegen Detroit 55 Punkte (17/26 FG, 5/10 Dreier, 16/17 FT) und steuerte zudem auch noch elf Rebounds, fünf Steals sowie drei Blocks zum deutlichen Erfolg über Detroit bei. Sein einziger vergebener Freiwurf im dritten Viertel beendete gleichzeitig eine Serie von 64 Freiwürfen am Stück. Im Monat Dezember hatte er von der Linie noch gar nicht verfehlt.
Die Clippers dominierten das Spiel von Minute eins und führten mit bis zu 26 Punkten. Detroit näherte sich nur kurz nach der Pause, als man mal auf neun Zähler verkürzen konnte, doch L.A. konterte mit einem 16:5-Lauf. Die Pistons trafen nur 41 Prozent aus dem Feld, das meiste mussten Cade Cunningham (27, 9/18, 9 Assists) sowie Jalen Duren (18, 14 Rebounds) machen, während vom Rest sehr wenig kam.
Brown so gut wie zuletzt Larry Bird
Die Celtics unterlagen nach drei Siegen am Stück mal wieder - und dass obwohl Jaylen Brown (37, 14/23 FG) zum neunten Mal in Serie mindestens 30 Punkte erzielte und damit den Franchise-Rekord von Larry Bird einstellte. Das bessere Ende hatte aber Portland, wo Donovan Clingan (18, 18 Rebounds), die Blazers mit einem Putback rund 20 Sekunden vor Schluss auf die Siegerstraße brachte. Der Big Man wurde dabei auch noch gefoult und stellte auf 112:108, danach unterlief den Celtcs ein Turnover und Portland machte von der Freiwurflinie alles klar.
Deni Avdija (24, 10 Assists) und Shaedon Sharpe (26) waren die herausstechenden Akteure für ein Blazers-Team, welches nur mit zehn gesunden Spielern antreten konnte. Caleb Love steuerte 18 Zähler von der Bank kommend bei, den Celtics traf die schwache Quote von draußen (13/44) das Genick.
Thunder genügt eine gute Hälfte gegen überforderte 76ers
Nach einer umkämpften ersten Hälfte, die lediglich mit zwei Punkten Unterschied an OKC ging, trennte sich die Spreu nach dem Seitenwechsel vom Weizen. Direkt der dritte Durchgang ging mit +14 an die Hausherren aus Oklahoma City, die zuletzt erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge verloren hatten. Im Schlussviertel baute der Meister die Führung auf bis zu 27 Punkte aus.
Während aufseiten Philadelphias die Scoringlast mehrheitlich verteilt wurde - sieben Spieler erzielten mindestens zehn Zähler - standen bei den Thunder primär zwei Spieler im Fokus. Chet Holmgren (29) und Shai Gilgeous-Alexander (27) kamen zusammen auf 56 Zähler. Isaiah Hartenstein half mit fünf Punkten (2/6 FG), drei Rebounds, drei Assists und einem Block in 20 Minuten ein wenig mit.
Für Dennis Schröder lief es dagegen weniger gut, seine Kings unterlagen deutlich in Los Angeles. Mehr dazu gibt es hier.
Raptors drehen die Partie gegen Warriors dank spätem Momentum
Deutlich ausgeglichener ging es dagegen im Spiel zwischen den Toronto Raptors und Golden State Warriors zu. Die Führung in der Finals-Neuauflage von 2019 wechselte neunmal, achtmal gab es zudem einen Gleichstand. So auch zum Ende des vierten Viertels. Nach zuvor zweistelligem Warriors-Vorsprung im Schlussviertel agierten die Raptors in den Schlussminuten mit deutlich mehr Intensität und Willen. Ein Beispiel dafür: 24 Sekunden vor Ende schnappte sich Barnes nach Ingram-Fehlwurf seinen bis dahin 19. Rebound und stellte in der Luft stehend den Ausgleich her (122:122). Für den Big Man sollten noch sechs weitere Bretter folgen.
In der Verlängerung ließen die Hausherren ihren Gästen dann keine Chance mehr. Auch, weil Ein-Mann-Armee Curry so langsam die Puste ausging. Mit 39 Punkten avancierte er zum eindeutigen Topscorer seiner Warriors, vor Green mit 21 Zählern. Toronto gewann die Overtime letztlich deutlich mit 19:5. Bester Werfer der Kanadier war Guard Immanuel Quickley mit 27 Punkten. Barnes addierte zu seinen 25 Rebounds noch 23 Punkte sowie zehn Vorlagen.
So steht es in den NBA-Conferences.