Tyrese Haliburton war angeschlagen mit einer Wadenzerrung in das alles entscheidende Spiel 7 der NBA Finals gegangen - und verletzte sich dann nach gut sieben Minuten nun weitaus schlimmer. Bei einem Spielzug Richtung Zone ging der 25-Jährige zu Boden und schrie anschließend vor Schmerzen. Bäuchlings lag er auf dem Parkett und schlug mit der Faust auf den Boden. Schnell war klar, dass die Partie für den besten Spieler der Pacers früh gelaufen war. Indiana verlor anschließend dann auch das Spiel mit 91:103 gegen die Oklahoma City Thunder und musste damit die eigenen Meisterträume begraben.
Haliburton humpelte gestützt von seinen Teamkollegen und unter Tränen in die Kabine. Auf den Fernsehbildern konnte man die schwere Verletzung bereits erahnen. Haliburtons Vater sprach auch kurz darauf von einer Verletzung an der Achillessehne, eine genaue Diagnose stand da aber noch aus. Die Verletzung sorgte nicht nur bei seinem Klub für Bestürzung, auch andere Sportgrößen wie LeBron James, Patrick Mahomes oder Trae Young reagierten via Kurznachrichtendienst X auf die Szene.
ESPN bestätigt Achillessehnenriss
Jetzt berichtet der für gewöhnlich exzellent informierte ESPN-Insider Shams Charania am Montagabend, dass der 25-Jährige einen Achillessehnenriss im rechten Fuß erlitten hat. The Athletic bestätigte die Meldung ebenfalls.
Wie lange Haliburton, der in den Playoffs herausragende Leistungen gezeigt hatte, genau ausfallen wird, ist aktuell unklar. Fakt ist: Die Pacers werden auf ihren besten Spieler monatelang verzichten müssen. Der zweimalige All-Star war in dieser Saison die treibende Kraft hinter dem Finals-Run der Pacers. In den Playoffs legte er im Schnitt 17,7 Punkte, 9,0 Assists sowie 5,6 Rebounds pro Partie bei einer Feldwurfquote von 46,1 Prozent auf.
Berichten zufolge hat sich der Guard bereits auf den Weg nach New York gemacht, um dort seine weitere medizinische Behandlung zu klären. Nach ESPN-Infos soll er sich bereits mit einer Operation auseinandersetzen.
Nach Jayson Tatum von den Boston Celtics und Damien Lillard von den Milwaukee Bucks ist Haliburton bereits der dritte namhafte NBA-Spieler, der in der laufenden Saison einen Riss der Achillessehne erlitten hat.