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"Um 5 Uhr morgens betrunken": Giannakopoulos stellt Pana-Spieler zur Rede

kicker

Auslöser war das 82:87 gegen Olympiakos Piräus, das Panathinaikos vor eigenem Publikum kassierte. Giannakopoulos machte in seiner langen Rede deutlich, dass es für ihn weniger um das Ergebnis selbst als um Haltung, Professionalität und Identifikation gehe. "Respekt ist keine Einbahnstraße", erklärte er und erinnerte daran, dass viele Spieler in den vergangenen Jahren erhebliche Gehaltserhöhungen erhalten hätten - ohne langwierige Verhandlungen. Daraus, so der Boss, entstehe jedoch auch eine Erwartungshaltung: "Ich fordere von meiner Seite 250 Prozent mehr Professionalität und Hingabe." Besonders brisant: Mit der Niederlage hat Olympiakos nun zum zehnten Mal in Folge das EuroLeague-Derby gegen Panathinaikos gewonnen.

Giannakopoulos stellte klar, dass er das Problem nicht im Talent sehe. Im Gegenteil: Individuell verfüge Panathinaikos seiner Ansicht nach über "das größte Talent in Europa", dazu kämen "der beste Coach" und "die beste Basketballkultur". Dennoch fehle ihm etwas Entscheidendes. "Ich sehe den Eifer nicht, ich sehe den Hunger nicht", sagte er. Olympiakos sei ein Top-Team, habe aber nicht den besseren Kader - dafür jedoch mehr Leidenschaft. Besonders schmerzlich sei für ihn, dass er diesen Mangel an Entschlossenheit nur bei "drei oder vier Spielern" nicht erkenne.

In ungewöhnlicher Offenheit sprach Giannakopoulos auch das Verhalten abseits des Parketts an. Er erklärte, genau zu wissen, was einzelne Spieler nachts getan hätten, ohne Namen zu nennen. "Vor zwei Tagen, um fünf Uhr morgens, wart ihr betrunken. Ist das möglich? Nein, das kann ich nicht akzeptieren", sagte er. Nicht aus dem Wunsch heraus zu bestrafen, sondern weil es ihn persönlich treffe. Gerade bei Spielen dieser Bedeutung sei Disziplin nicht verhandelbar.

Pana-Boss lobt Lessort und Sloukas

Als positives Beispiel hob der Panathinaikos-Boss Mathias Lessort hervor - ausdrücklich nicht wegen seines Talents, sondern wegen seiner Einstellung. Auch Kostas Sloukas nannte er als Referenz für Einsatz und Professionalität. Sein Appell an die Mannschaft war unmissverständlich: Jeder solle sich nach dem Training fünf Minuten vor den Spiegel stellen und sich fragen, ob er seinem Vertrag und seiner Rolle gerecht werde.

Am Ende richtete Giannakopoulos den Blick auf die Fans und die Geschichte des Klubs. Tausende Anhänger in ganz Griechenland hätten nach der Niederlage nicht schlafen können - so wie er selbst. "Gebt immer 100 Prozent, auch nach Niederlagen", forderte er. Mit dem besten Kader, den besten Bedingungen und einem der größten Namen Europas müsse Panathinaikos auch den besten Basketball zeigen. "Liebt eure Mitspieler wie eure Familie. Liebt den Klub und die Fans. Das ist alles, was ich verlange."

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