Mit dem Wechsel nach Ungarn endet Dardais Zeit bei Hertha BSC als Markenbotschafter und Scout für den osteuropäischen Raum. "Ich bin und bleibe ein Herthaner, dieser Verein ist meine Familie", erklärte Dardai in einer Mitteilung des Vereins. "Ich verbinde so viele schöne Momente mit Hertha BSC und wünsche dem Club deshalb zu jeder Zeit nur das Beste." Zwischen Januar 1997 und 2011 hatte der Mittelfeldspieler insgesamt 297 Liga-Spiele für Herthas Profis absolviert, 286 davon in der Bundesliga.
Nur Kronsbein saß häufiger auf der Hertha-Bank
Im Februar 2015 hatte er als Nachfolger von Jos Luhukay erstmals das Trainer-Amt bei Herthas Profis übernommen und bis 2019 bekleidet. Von Januar bis November 2021 sowie April 2023 bis Juni 2024 folgten die zweite und dritte Amtszeit. Dardai, 1999 Ungarns Fußballer des Jahres, erreichte dabei zweimal das europäische Geschäft und 2016 das erste Halbfinale im DFB-Pokal seit 35 Jahren.
Nur Helmut "Fiffi" Kronsbein nahm häufiger als Dardai als Verantwortlicher auf der blau-weißen Bank Platz. Nach Platz 9 in der ersten Zweitliga-Saison nach dem Bundesliga-Abstieg war sein Vertrag als Cheftrainer im Sommer 2024 nicht verlängert worden, im Anschluss erhielt er einen Kontrakt als Osteuropa-Scout - eine intern nach einigen Verwerfungen nicht unumstrittene Personalie.
Dardais ältester Sohn Palko ist seit Sommer in Ungarn
"Pal Dardai genießt durch seine Verdienste um unseren Verein den allergrößten Respekt aller Herthanerinnen und Herthaner. Für seine neue Aufgabe wünschen wir ihm deshalb viel Erfolg", sagte Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich über den Abschied des Rekord-Bundesligaspielers des Klubs. Der 49-Jährige soll bei Hertha Fahnenträger werden.
Beim aktuellen ungarischen Erstliga-Neunten Ujpest FC steigt Dardai als Head of Football ein. Sein ältester Sohn Palko Dardai war nach seiner zwischenzeitlichen Rückkehr zu Hertha bereits im Sommer nach Ungarn gewechselt, er spielt für den Erstligisten Puskas Akademia. Sein jüngster Sohn Bence Dardai spielt seit 2024 für den Bundesligisten VfL Wolfsburg. Nach dem Abgang des Vaters ist damit Abwehrspieler Marton Dardai, der mittlere aus dem Söhne-Trio, der letzte verbliebene Dardai in den Reihen von Hertha BSC.