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Auerbacher Saisonziele in Gefahr? "Im Prinzip haben wir jetzt nur noch Endspiele"

kicker

Der Blick auf die Tabelle löst beim VfB Auerbach nach sechs Spieltagen in der Oberliga NOFV-Süd gemischte Gefühle aus. Einerseits stimmt bei den Vogtländern die Tendenz: Mit vier Ligaspielen in Folge ohne Niederlage und dem jüngsten 2:0-Heimsieg gegen den Bischofswerdaer FV hat sich der Verein in die obere Hälfte des Klassements verbessert. Andererseits ist der 8. Platz nicht wirklich das, was sich die Verantwortlichen und Fans vor Saisonbeginn erhofft hatten.

So trauert auch VfB-Präsident Ronny Kadelke dem Fehlstart mit null Punkten und 0:6 Toren aus den beiden Auftaktspielen nach. "Im Prinzip haben wir jetzt nur noch Endspiele, wenn wir am Ende unter die Top 3 kommen wollen", sagt er. Genau diese Zielstellung hatte der Verein nach dem 5. Platz in der Vorsaison aber als Zielstellung ausgegeben. Und daran hält er auch fest: "Wir wären schlechte Sportler und ich wäre ein schlechter Präsident, wenn wir uns damit zufriedengeben würden, im Mittelfeld herumzudümpeln", sagt Kadelke.

"Sehr gute Vorbereitung"

Trainer Sven Köhler sieht das ähnlich: "Wir sollten natürlich das Ziel, am Ende oben mitzumischen, nicht aus den Augen verlieren. Aber im Fußball geht es vor allem um kurzfristige Erfolge. Da wäre jetzt der nächste Schritt, sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen." Den Saisonstart hatte sich auch der Trainer-Routinier anders vorgestellt. "Nachdem wir eine sehr gute Vorbereitung gespielt hatten, war eine gewisse Erwartungshaltung da", weiß der 59-Jährige, der seit 2018 beim VfB an der Seitenlinie steht.

Umso größer war der Dämpfer, als das Auftaktspiel gegen den VfL Halle mit 0:5 in die Hose ging. "Da haben wir es unklug gemacht und uns auskontern lassen", gibt Sven Köhler zu. Aus seiner Sicht hat die Mannschaft aber schon im zweiten Spiel (0:1 in Halberstadt) den Weg in die richtige Richtung eingeschlagen. Nach dem 3:0-Erfolg bei Aufsteiger Heiligenstadt haderte der VfB bei den folgenden Partien gegen den RSV Eintracht (1:1) und in Grimma (2:2) primär mit der Chancenverwertung. "Die muss auf Sicht besser werden", fordert der Trainer.

Umsetzen will er das mit einem Kader, der bewusst verkleinert wurde (18 Feldspieler/2 Torhüter) und in dem es keine großen Veränderungen gab. Selbst die beiden externen Neuzugänge Yannic Voigt (FSV Zwickau) und Vojtech Cermus (FC Chomutov) sind keine wirklich neuen Gesichter, sondern hatten in der Vergangenheit bereits das Trikot des VfB Auerbach getragen. Die Herausforderung besteht für Köhler darin, mit den teilweise sehr jungen Spielern den geeigneten Weg zu finden oder weiterzugehen, um in der Oberliga erfolgreich zu sein.

"Es geht immer darum, die richtige Entscheidung zu treffen, wann löse ich etwas fußballerisch und wann sind andere Tugenden gefragt. Am Ende will jeder Trainer, dass seine Mannschaft gemeinsam verteidigt und auch gemeinsam angreift", erklärt der VfB-Coach. Im nächsten Spiel beim noch sieglosen Aufsteiger Lok Stendal erwartet er einen robusten Gegner, der die Stimmung im heimischen Stadion mitnehmen will. Beim VfB werden neben Max Roscher (gesperrt) voraussichtlich Ondrej Brejcha und Yannic Voigt (beide verletzt) fehlen.