"Es ist gerade schwierig." Unmittelbar nach dem Schlusspfiff beim WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino (10:0) rang der frisch gebackene ÖFB-Rekordtorschütze Marko Arnautovic im ORF-Interview sichtlich nach Worten. "Ich widme diesen Rekord meiner Familie, ohne sie wäre ich nicht noch immer hier." Vor den Augen seines Vaters, seines Bruders und vor über 37.000 Fans hatte sich der Rekordteamspieler die nächste Bestmarke in der ÖFB-Geschichte geschnappt.
Nicht nur den 500. österreichischen Treffer im Ernst-Happel-Stadion erzielte der 36-Jährige an diesem Abend, sondern auch den 505., Nummer 507 und Nummer 508. Es war das erste Mal, dass Arnautovic im Teamdress über einen Doppelpack hinaus kam.
Rekordmann Arnautovic: "Noch immer solche Emotionen zu erleben, ist Wahnsinn"
In seiner langen Fußballkarriere sei der Rekordmoment ganz oben anzusiedeln: "Die schönsten Tage waren die der Geburten meiner Kinder. Das hier kommt aber gleich danach. So lange dabei zu sein und noch immer solche Emotionen zu erleben, ist Wahnsinn." Neben seiner Familie richtete der "Magister" auch noch Dankesworte an die heimischen Fußballfans: "Danke an alle, die im Stadion waren. Danke an ganz Österreich!"
Arnautovics Hunger ist trotz dieses Meilenstein noch nicht gestillt: "Ein Kapitel ist erstmal zu, jetzt müssen wir das zweite Kapitel schaffen - und das ist die WM-Quali." In Richtung des nun entthronten Toni Polster meinte Arnautovic: "Ich hoffe, dass wir mal zusammen einen trinken gehen."