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Arnolds emotionale Einblicke: "Das frisst dich innerlich auf"

kicker

Während der Klub bereits mitten im Umbruch ist und am Donnerstag gleich neun Spieler verabschiedete, ist Maximilian Arnold weiterhin damit beschäftigt, das für ihn Unvorstellbare zu verarbeiten: Der VfL Wolfsburg, bei dem er seine ganze Karriere verbracht und für den er alle seiner exakt 400 Bundesliga-Partien absolviert hat, muss erstmals in die 2. Liga absteigen.

Auch drei Tage nach dem Relegationsrückspiel in Paderborn hat Arnold "noch gar nicht richtig realisiert, was passiert ist", wie er in einem langen Beitrag bei Instagram schreibt. "Der VfL begleitet mich fast mein ganzes Leben. Ich bin hier als Junge in die Kabine gekommen, hier erwachsen geworden, habe hier meine ersten Bundesliga-Minuten gespielt, Titel gefeiert, schwierige Phasen erlebt und Verantwortung übernommen. Ich verbinde mit diesem Verein nicht nur Fußball, sondern einen riesigen Teil meines Lebens. Und genau deshalb tut dieser Abstieg so weh."

Wegen Leistenproblemen hatte Arnold schon in der Hinrunde auf die Zähne gebissen, seit dem 31. Spieltag konnte er dann gar nicht mehr mitwirken. Den Abstieg "seines" VfL erlebte der Kapitän als Zuschauer. "Für mich persönlich ist es eine der schwierigsten Phasen meiner Karriere, weil ich helfen wollte und gleichzeitig körperlich ausgebremst wurde. Ich kann kaum beschreiben, wie schlimm es war, die Spiele nur von außen zu erleben. Im Stadion zu sitzen und zu wissen, dass du deiner Mannschaft gerade nicht helfen kannst, frisst dich innerlich auf."

"Irgendwann merkst du, wie sehr dich das auch als Mensch beschäftigt"

Die finalen Saisonwochen seien "emotional brutal" gewesen, schreibt Arnold weiter. "Jeder wusste, worum es geht. Jeder hat diesen Druck gespürt. Du wachst morgens damit auf und gehst abends damit schlafen. Und irgendwann merkst du, wie sehr dich das auch als Mensch beschäftigt."

Dass nach der Niederlage am Montag allen voran Gelb-Rot-Sünder Joakim Maehle beleidigt und gar bedroht wurde, will Arnold wie schon der Klub dabei nicht stehen lassen: "Was ich aber ganz klar sagen möchte: Niemand steigt alleine ab. Deshalb finde ich es nicht richtig, jetzt einzelne Spieler herauszupicken oder jemanden zum Sündenbock zu machen. Wir wissen alle, was Joakim für diesen Verein bereits geleistet hat."

Gleichzeitig bedankt sich Arnold bei allen Fans für "die Unterstützung in den letzten Wochen" und für "jede Auswärtsfahrt". Seine Prophezeiung zum Schluss: "Dieser Verein wird wieder aufstehen." Mit Arnold? Zu seiner eigenen Zukunft macht der Leit-Wolf, der noch bis 2028 gebunden ist, zwar keine Angaben. Doch Signale, dass er den VfL erstmals verlassen könnte, gibt es aktuell nicht.