Zwölf Spiele war der SC Verl in der 3. Liga ungeschlagen, mit einem 5:2 gegen den SV Waldhof Mannheim mit einem überragenden Dreierpacker Alessio Besio am 20. Spieltag dann auch auf Platz 1 gestürmt. Doch es war ein kurzes Intermezzo an der Tabellenspitze. Verl wurde in Wiesbaden auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Auch Besio, der schon zweimal in dieser Saison mit der kicker-Note 1,0 belohnt wurde, konnte die 1:2-Niederlage beim SVWW nicht verhindern (kicker-Note 3,5). Das späte Tor von Jonas Arweiler reichte nicht, um doch noch einen Punkt zu holen und damit die Ungeschlagen-Serie fortzusetzen.
"Wir haben zu viele Fehler gemacht", monierte Torschütze Arweiler bei MagentaSport. "Das ist ein Spiel, das uns jetzt jede Woche erwarten wird, dass die Gegner scharf sind." Und Wiesbaden war scharf. "Die Jungs haben ihr Herz auf dem Platz gelassen, brutale Leidenschaft", freute sich SVWW-Trainer Daniel Scherning. "Gegen den Ball haben wir es hervorragend gemacht und dann zum richtigen Zeitpunkt die Tore. Wir waren eklig und in den richtigen Momenten gut im Umschalten."
Ein verdienter Sieg, wie Scherning befand, wenngleich sein Team "auch ein bisschen leiden" musste. "Gegen Verl ist das klar." Nicht von ungefähr hatte der SCV zuvor zwölf Partien unbeschadet überstanden. Und schließlich hatte Verl "die besseren Chancen", wie Arweiler unterstrich. "Wir haben sie aber nicht gemacht und müssen deshalb mit leeren Händen nach Hause fahren."
"Das wird uns auf keinen Fall aufhalten"
Rang 1 ist futsch, das Selbstvertrauen aber nicht. "Wenn wir unser Spiel auf den Platz bekommen, dann gewinnen wir diese Spiele. Wir sind eine positive Truppe", will Arweiler die Herangehensweise ändern. "Das wird uns auf keinen Fall aufhalten für die nächsten Wochen."
Da steht zunächst das Spiel gegen den VfB Stuttgart II am kommenden Sonntag auf dem Programm, ehe für den auf Platz 3 abgerutschten SCV das Gipfeltreffen beim neuen Spitzenreiter MSV Duisburg wartet.