Nach der Verteidigerin Silje Helgesen hat Union Berlin den zweiten Neuzugang in diesem Winter vorgestellt. In der 19 Jahre alten Lia Kamber wechselt eine Schweizer Nationalspielerin nach Köpenik, die trotz ihres jungen Alters bereits einige Erfahrung aus dem Ligaalltag in ihrer Heimat mitbringt. Zur Vertragslaufzeit der Mittelfeldspielerin, die vom Schweizer Top-Klub FC Basel kommt, machte Union in der Vollzugsmeldung vom Freitag keine Angaben.
Kamber sei "eine junge, technisch starke Spielerin mit einem klaren Spielverständnis und großem Entwicklungspotenzial", freut sich Jennifer Zietz, bei den Eisernen Geschäftsführerin Profifußball Frauen, über die Neuverpflichtung. "Lia wird unser Mittelfeld noch variabler machen. (...) In der Schweiz hat sie bereits auf hohem Niveau überzeugt und bringt genau die Mentalität mit, die wir bei Union leben. Sie passt hervorragend zu unserer Philosophie und in unsere Mannschaft."
Ausbildung in Jungenteams
Bis zu ihrem 16. Geburtstag hatte Kamber stets in Jungenmannschaften gespielt, ehe sie den Schritt zum FC Luzern in die Schweizer Women's Super League wagte. Mit zwei Toren in ihren ersten beiden Spielen avancierte die Mittelfeldspielerin in Luzern sofort zur Stammkraft und empfahl sich auch für die Schweizer Nati, in der sie im Februar 2024 wenige Wochen nach ihrem 18. Geburtstag ihr Debüt gab.
Nach 57 Pflichtspielen für Kellerkind Luzern (sechs Treffer) folgte im Januar 2025 der Schritt zum Spitzenteam nach Basel. Im vergangenen Jahr lief Kamber 29-mal für den FCB auf und erzielte acht Treffer. Eine Nominierung für die Heim-EM im vergangenen Sommer blieb der Schweizerin aber nicht vergönnt, erst im Oktober kehrte Kamber wieder in die Nationalmannschaft zurück und absolvierte ihr drittes Länderspiel. Nun folgt für die 19-Jährige der Schritt nach Berlin.
"Ich freue mich riesig auf meine Zeit bei Union. Schon aus der Ferne habe ich mitbekommen, wie viel Begeisterung und Herzblut hier in den Fußball gesteckt wird. Jetzt selbst Teil davon zu sein, ist etwas ganz Besonderes für mich", blickt Kamber zuversichtlich auf ihre erste Station außerhalb der Heimat. "Ich möchte mich schnell einleben, meinen Platz im Team finden und mithelfen, dass wir unsere Ziele erreichen."