Ohne Sarah Mattner (angeschlagen) und Magdalena Rukavina (krank) kassierte Serienmeister SKN St. Pölten gegen Titelkonkurrent Nummer 1, Austria Wien, im Nachtragsspiel eine verdiente 0:1-Heimniederlage. Es ist die erste Meisterschaftsschlappe der "Wölfinnen" seit November 2024, als sie auf der Hohen Warte gegen die Vienna (1:2) verloren.
Die bis in die Haarspitzen motivierten "Veilchen" waren nicht nur gewohnt sattelfest in der von Katharina Schiechtl organisierten Abwehr, sondern boten den St. Pöltenerinnen von Beginn an Paroli und hatten schon in der ersten Hälfte die eine oder andere Möglichkeit. Lotta Cordes klopfte da schon einmal mit einem Kopfball an die Stange an.
Nach einer guten Stunde stieß Lena Triendl die Tür zum Sieg auf, brachte Austria mit einem wuchtigen und platzierten Schuss in Führung, die die Wienerinnen trotz einer kurzen Drangperiode der St. Pöltnerinnen nicht mehr aus der Hand gaben. In der Nachspielzeit hätte Jokerin Julia Kappenberger nach einem schweren Schnitzer der ansonst starken SKN-Torfrau Carina Schlüter auf 2:0 erhöhen "müssen", schaffte es allerdings nicht, den Ball aus spitzem Winkel ins verwaiste Tor zu rollen.
Imposant: Die Austria, die in der Tabelle nun fünf Punkte Vorsprung auf die Serienmeisterinnen hat, ist nach sieben Spieltagen weiterhin ohne Gegentreffer. Den Liga-Rekord hält (noch) St. Pölten, das 2017/18 bis zur 11. Runde keinen Fleck auf die weiße Weste bekam.
Baldiges Wiedersehen im Cup
Für den SKN geht es in der Meisterschaft am Samstag (15 Uhr LIVE! bei kicker) beim LASK weiter. Die Austria empfängt ebenfalls schon am Samstag (14.30 Uhr LIVE! bei kicker) SV Neulengbach.
Im Cup-Achtelfinale treffen die beiden Titelrivalen Mitte November erneut in der NV-Arena aufeinander. Jenes wurde in der Halbzeit des Spitzenspiels gelost, viele Spielerinnen erfuhren es beim Rauslaufen zur 2. Spielhälfte.
Im letzten Cup-Finale hatten sich die Wölfinnen gegen die Austria mit 2:1 durchgesetzt und das Double fixiert. Mit Sturm Graz und SCR Altach bekommen es auch der Tabellendritte und -vierte schon miteinander zu tun. Mit Wacker Innsbruck (2. Bundesliga) gegen RB Salzburg gibt es auch ein "Westderby".