Mit seinem ersten Bundesligator brachte Christian Eriksen den VfL Wolfsburg gegen den FC St. Pauli am Mittwochabend in Führung. Nach einem VAR-Check hatte Schiedsrichter Frank Willenborg Hauke Wahls Handspiel in der 22. Minute als strafwürdig eingeordnet und den Wölfen einen Elfmeter zugesprochen. Im Fokus stand aber auch, was Daniel Bauer in der Zwischenzeit tat.
Der Wolfsburger Trainer hatte lautstark protestiert und mehrmals das Videobeweis-Zeichen gemacht. Sky-Experte Didi Hamann sah darin "eine Frechheit und eine Unsportlichkeit, die auch geahndet werden sollte". Gelb erhielt Bauer für die Geste jedoch nicht - weil er offenbar etwas ganz anderes signalisieren wollte.
Bauer kündigt neues Codewort für Arnold an
"Das war nur ein Zeichen an die Jungs", erklärte er sich nach dem 2:1-Sieg bei Sky. "Unsere Jungs hatten nach draußen geguckt und wussten nicht, was los ist. Dann habe ich nur gezeigt: VAR. Das war kein Protestieren. Mit dem Vierten Offiziellen habe ich das direkt ausgeräumt. Er meinte, ich soll damit aufpassen. Das war überhaupt nicht unsportlich gemeint, nur ein Zeichen an die Jungs: Es wird gerade gecheckt."
Die Geste galt demnach Kapitän Maximilian Arnold - zum letzten Mal, wie Bauer versicherte: "Ich werde mir mit Max ein anderes Codewort ausdenken, damit die Jungs beim nächsten Mal Bescheid wissen und es nicht zu Verwechslungen kommt", kündigte er an und sprach von einem "Learning für mich". Gleichzeitig hielt er fest: "Am Ende des Tages war es auch ein Elfmeter."
VfL besteht "mental sehr große Aufgabe"
Für Bauer war es erst das neunte Spiel als Bundesliga-Trainer, das siebte, seit er in dieser Saison auf Paul Simonis folgte. Davon hat er nun drei gewonnen bei drei Niederlagen und einem Remis. Die Wolfsburger kletterten auf den elften Platz und haben nun vorerst sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz - nachdem sie zum Start ins Jahr mit 1:8 beim FC Bayern unter die Räder gekommen waren.
"In der ersten Halbzeit hat man noch gemerkt, dass uns die Niederlage in München in den Knochen steckte. Im zweiten Durchgang wurde es dann mental eine sehr große Aufgabe für die Jungs. Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft damit umgegangen ist", erklärte Bauer. "Mit zunehmender Spieldauer hätten wir auch den Kopf verlieren können. Aber das ist nicht passiert, wir haben die Kontrolle behalten."