"Ich hoffe, dass es einen Push gibt", sagte Urs Fischer zum Sieg gegen den 1. FC Heidenheim. "Die Mannschaft war wirklich erleichtert. Die aktuelle Situation ist aber nach wie vor sehr ungemütlich und wird bis zum Ende ungemütlich bleiben." Allerdings stimmt der Trend bei den Rheinhessen vor dem Spiel beim 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder, denn unter Fischer sind die Mainzer in sechs Pflichtspielen noch ungeschlagen.
Allerdings haben den Turnaround noch nicht alle Spieler geschafft. Paul Nebel gehörte etwa in der vergangenen Saison noch zu den Leistungsträgern (zehn Tore/sechs Assists), zuletzt ist er aber mit schwachen Leistungen abgetaucht. Doch von einem "tiefen Loch" des 23-Jährigen wollte Fischer nichts wissen. "Das sehe ich nicht so", entgegnete der Schweizer am Donnerstagnachmittag auf eine entsprechende Frage.
"Für mich ist entscheidend, dass ein Spieler alles versucht", erklärt Fischer, was ihm wichtig ist. "Das geht nicht immer gleich gut. Ich kenne ihn jetzt seit einem Monat und was vorher war, interessiert mich nicht." Doch auch nach seiner Einwechslung gegen Heidenheim wusste Nebel einmal mehr nicht zu überzeugen. Fischer sah den Einsatz differenzierter: "Ich habe von ihm auch gute Momente und Aktionen gesehen. Ja, die eine oder andere unglückliche Aktion, aber damit muss er klarkommen und versuchen, es das nächste Mal besser zu machen. Wenn die Einstellung stimmt, darf man auch mal ein schlechteres Spiel haben."
Fischer über Silas: "Er bringt alles mit"
Noch gar nicht zum Zug kam bisher Neuzugang Silas, der am Samstag beim 1. FC Köln erstmals dem Kader angehören könnte. "Er macht einen guten Eindruck", sagt Fischer. "Jede Trainingseinheit mehr wird ihm helfen - gerade wenn es um Abläufe geht. Die Basics bringt er aber schon mit. Ich bin froh, dass er am Wochenende zur Verfügung steht."
Seine Qualitäten? "Er bringt eine Wahnsinnsgeschwindigkeit mit und provoziert Eins-gegen-Eins-Situationen. Er weiß, wo das Tor steht, kann aber auch Tore vorbereiten. Er bringt alles mit, was ein Stürmer heutzutage mitbringen muss." So könnte der 27-Jährige womöglich seine ersten Bundesligaminuten in dieser Saison sammeln.
Verzichten müssen die 05er weiterhin auf Nelson Weiper und Benedict Hollerbach, die nach einem grippalen Infekt erneut nicht zur Verfügung stehen werden.