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Demirovic erklärt den neuen VfB

kicker

Vor diesen beiden Aufgaben hatte sich nur eine Frage gestellt: Wie groß und unüberwindlich würden die Prüfsteine Leverkusen und Frankfurt sein? Groß waren sie, unüberwindlich waren sie nicht. Einerseits, weil der Traditionsklub von 1893 in der Stunde spielerischer Not der jeweiligen Gegner zuschlägt und zugleich selbst das neue Jahr mit diesen beiden Auftritten spielfreudig sowie erfolgshungrig wie selten angeht.

Ermedin Demirovic hat dafür eine einfache Erklärung.

„Die Winterpause hat bei jedem Kräfte freigesetzt.“ (Ermedin Demirovic)

Der Stürmer hat "irgendwie das Gefühl, dass die Winterpause bei jedem Kräfte freigesetzt hat. Alle haben Bock darauf, Tore zu machen - Bock darauf, Spiele zu gewinnen, Bock darauf, Siege zu feiern". Die Mannschaft spürt unverkennbar, dass mehr drin ist als eine Rolle als Sparringspartner für die Topklubs. Dass man auch mal den einen oder anderen auf die Bretter schicken kann. Wie jetzt eben Leverkusen (4:1) und Frankfurt (3:2).

Alles begann mit dem Pokalsieg

"Alles hat mit dem Pokalsieg angefangen", erzählt Demirovic. Daraus sei "der Ehrgeiz entstanden, mehr zu wollen, geil drauf zu sein, Spiele zu gewinnen, Pokale zu gewinnen, Titel zu holen, zu feiern. Das merkst du in jedem Training, in jedem Spiel."

„Wir wissen, dass uns immer wieder ein Prozent gefehlt hat.“ (Ermedin Demirovic)

Des Angreifers Überzeugung, dass man die Geisteshaltung maximaler Leistungsbereitschaft nicht mehr ablegen wird, ist groß. Fehlentwicklungen, wie im Frühjahr 2024, als einem starken Start eine längere Phase des Niedergangs inklusive Absturz von Rang 4 auf 9 folgte, seien ausgeschlossen.

"Wir haben am Anfang der Saison viel darüber gesprochen, dass wir eine Phase hatten, in der wir verkackt haben. Wir wissen, was wir falsch gemacht haben. Fußball spielen konnten wir immer, Tore machen konnten wir immer. Aber manchmal hatte man das Gefühl, dass diese Geilheit, mal eine Grätsche auszupacken oder einen Ball zu erobern und direkt nach vorne zu spielen, nicht immer da war." Daraus habe man Schlüsse und Lehren gezogen. "Wir wissen, dass uns immer wieder ein Prozent gefehlt hat, um alles rauszuholen. Das wird sicher nicht noch mal passieren."

Ein großes Versprechen. Gerade, wenn es am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Union geht. Die Berliner, denen der VfB ein Jahr 2. Liga 2019/2020 verdankt (nach 2:2 und 0:0 in der damaligen Relegation), sind nicht gerade ein Lieblingsgegner.

"Da wird Manndeckung gespielt, da wird Wert auf eine harte Defensive gelegt, auf aggressive Abwehrarbeit", sagt Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, der in jungen Jahren für Union spielte. "Dem müssen wir erstmal etwas entgegensetzen." Es dürfte der nächste Prüfstein werden.