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Beckham und Messi am Ziel - doch der Titelfluch droht

kicker

Lionel Messi wurde mit 29 Treffern Torschützenkönig der Regular Season und stellte mit 15 Assists in den Play-offs den nächsten MLS-Rekord auf. Doch als Trainer Javier Mascherano nach Inter Miamis Meistertriumph am Samstag nach seinem Superstar gefragt wurde, waren diese spektakulären Zahlen für ihn zweitrangig.

"Sein Einsatz für die Mannschaft war während der gesamten Saison fantastisch", schwärmte Messis argentinischer Landsmann. "In den letzten zwei, drei, vier Spielen hat er sich richtig reingehauen, hat gepresst. Das hat uns gezeigt, wie wichtig es für ihn war zu gewinnen." Und deshalb sei er einfach nur "glücklich für ihn", betonte Mascherano nach dem 3:1-Sieg gegen die Vancouver Whitecaps. "Er ist hierhergekommen, um diesen Pokal zu gewinnen."

Beckham: "Leo ist ein Gewinner, so einfach ist das"

Und damit war Messi nicht allein. Noch als Spieler hatte sich David Beckham eine Klausel in den MLS-Vertrag schreiben lassen, dank der er nach dem Karriereende zu vergünstigten Konditionen ein Franchise aufbauen durfte. Nach jahrelanger Arbeit wurde 2018 schließlich Inter Miami geboren und ging 2020 erstmals in der MLS an den Start.

"Es gab viele schlaflose Nächte", offenbarte Beckham, nachdem er gemeinsam mit Messi kurz vor der Siegerehrung erstmals Hand an die Meistertrophäe hatte legen dürfen. "Ich habe aber immer an Miami und das Team hier geglaubt. Wir haben den Fans stets versprochen, dass wir die besten Spieler und damit den Erfolg holen."

Denn Messi sei "nicht hier, um das Leben in Miami zu genießen", auch wenn er es mit seiner Familie tue. "Er ist hierhergekommen, um zu gewinnen, genau darum geht es Leo. Er hat diese Hingabe, diese Loyalität, die er seinen Teamkollegen, der Stadt, der Klub entgegenbringt. Leo ist ein Gewinner, so einfach ist das."

Auch der 38-Jährige selbst ließ daran am Samstag keine Zweifel aufkommen. Der Leagues Cup 2023 und der Supporters' Shield 2024 - als bestes Team der Regular Season - seien schon auch ganz schön gewesen. "Aber das hier war das wahre Ziel", sagte er ESPN und sprach von einem "wunderschönen, emotionalen Moment".

Messi will Reus' Schicksal vermeiden - Inter vor Umzug

Der letzte soll das nicht bleiben. Anders als seine langjährigen Begleiter Jordi Alba und Sergio Busquets, die ihre Karrieren mit dem Meistertitel beendeten ("Zwei Freunde, die mir sehr am Herzen liegen"), verlängerte Messi im Oktober bis 2028. Wenn im Februar die neue Spielzeit startet, geht es längst nicht nur darum, sich auf die WM einzustimmen.

In der letzten "normalen" MLS-Saison, bevor sich die Liga schrittweise an den Spielrhythmus der europäischen Topligen angleicht, will Inter den Fluch brechen, den US-Meister seit Jahren begleiten. In den vergangenen zehn Spielzeiten gab es neun unterschiedliche Meister, nur Columbus Crew jubelte zweimal (2020, 2023). Zuletzt erlebten Marco Reus und Los Angeles Galaxy als Titelträger 2024 einen jähen Absturz.

Extra-Motivation bietet der Umzug, der für Inter ansteht: Ab sofort tragen Messi & Co. ihre Heimspiele im 25.000 Zuschauer fassenden Miami Freedom Park nahe des Flughafens aus. Es ist der nächste Meilenstein für den Klub und Beckham, der am Samstag allerdings noch nicht zu weit vorausblicken wollte. "Im nächsten Jahr geht es weiter, aber heute feiern wir."