"Wir können uns darauf freuen, dass das Stadion im Heimbereich und Gästebereich voll sein und es sehr stimmungsgeladen zugehen wird", meint Stefan Bell. Dass die Anhänger der Gäste die Überhand haben werden, glaubt er indes nicht. "Schon in der Qualifikationsphase waren unsere Fans sehr, sehr laut. Man hat von Anfang an gemerkt, dass es besondere Spiele sind, auf die wir ein paar Jahre lang warten mussten", so Bell.
Am Donnerstag gegen Samsunspor (21 Uhr, LIVE! bei kicker) kann Mainz sogar Historisches leisten. Der Klub stand noch nie in einem Europapokal-Achtelfinale. Mit einem Sieg gegen die türkische Mannschaft mit ihrem deutschen Trainer Thomas Reis würde sich Mainz für die K.-o.-Runde im März qualifizieren. Anderenfalls müsste sie im Februar zwei Play-off-Spiele bestreiten. Welche Teams aufeinandertreffen, wird von der UEFA am Freitag ausgelost.
FSV-Trainer Urs Fischer kann am Donnerstag auf Nadiem Amiri zurückgreifen, der beim 2:2 gegen den FC Bayern München wegen muskulärer Probleme gefehlt hatte. "Es sieht sehr gut aus", sagte Fischer nach dem Abschlusstraining am Mittwoch. Auch bei Silvan Widmer, der sich in der vergangenen Woche beim 1:1 gegen Lech Posen verletzt hatte, besteht die Chance auf ein Comeback.
Kleine Chance bei Zentner und Mwene
Für Robin Zentner und Phillipp Mwene kommt das Spiel in der Conference League hingegen zu früh. Es bestehe aber eine "kleine Chance", so Fischer, dass sie am Sonntag gegen den FC St. Pauli wieder einsatzfähig sind. Für Anthony Caci und Maxim Leitsch ist das Fußballjahr 2025 gelaufen. Auch Sota Kawasaki, der sich in München eine Wadenverletzung zugezogen hat, wird erst im Januar zurückkehren.
"Samsunspor ist eingespielt, agiert mit einer klaren Struktur und spielt ein 4-3-3, koste es, was es wolle", erklärt Fischer und warnt vor dem schnellen Umschaltspiel. Trotzdem wird erwartet, dass Mainz nach dem defensiv ausgerichteten 5-4-1-System in München in der Conference League und in der Bundesliga wieder zum 5-3-2 zurückkehrt und zwei Stürmer aufbietet.