Spielerisch nur selten überzeugend, dafür mit einer makellosen Bilanz könnte sich England bereits in der anstehenden Länderspielpause für die Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika qualifizieren. Alle bisherigen fünf Quali-Spiele gewannen Nationaltrainer Thomas Tuchel und die Three Lions - für die Art und Weise hagelte es jedoch zuletzt immer wieder deutliche Kritik.
Mit dem deutlichen 5:0-Sieg beim wohl stärksten Konkurrenten in Serbien hofft Tuchel nun auf einen Wendepunkt. Dies spiegelt sich auch in den Berufungen für die kommenden Aufgaben gegen Wales (Donnerstag, 9. Oktober, 20.45 Uhr) und in Lettland (Dienstag, 14. Oktober, 20.45 Uhr) wider, der 52-Jährige setzt auf Konstanz. So verzichtet er beinahe auf jegliche Veränderungen in seinem Aufgebot.
Einzig Arsenals Bukayo Saka kehrt nach überstandenen Oberschenkelproblemen für seinen verletzten Teamkollegen Noni Madueke zurück zur Nationalmannschaft. Bayer Leverkusens Jarell Quansah, genauso wie Ruben Loftus-Cheek, behalten nach ihrer Nachnominierungen die Kader-Plätze bei den Three Lions. Neben dem B04-Innenverteidiger befindet sich mit Kapitän Harry Kane (Bayern München) zudem ein weiterer Bundesliga-Spieler im Aufgebot.
Grealish und Foden nicht berücksichtigt
Für eine Reihe von Top-Spielern bleibt hingegen vorerst nur das Nachsehen - allen voran für Jude Bellingham. Beim Ex-Borussen handelt es sich jedoch wohl nur um eine Maßnahme zur Belastungssteuerung. Erst Ende September war der 22-Jährige nach seiner Schulterverletzung zurückgekehrt und kam seitdem erst in vier Spielen zum Einsatz. Etwas überraschender kommen so die Nicht-Nominierungen von Phil Foden und Jack Grealish.
Beide hatten sich zum Start in die neue Saison in beeindruckender Form präsentiert. Nach seiner Leihe von Manchester City zum FC Everton führt Grealish die Premier League bei den Vorlagen an (4) und wurde unlängst als bester Spieler des Monats August ausgezeichnet. Zuletzt wurde der 30-Jährige unter Interimstrainer Lee Carsley im Oktober 2024 berufen.
Auch sein ehemaliger Mannschaftskollege Foden muss sich trotz der guten Form (vier Torbeteiligungen in wettbewerbsübergreifenden sieben Spielen) weiter gedulden. Der 45-fache Nationalspieler hatte aufgrund von einer Knöchelverletzung die vergangenen Länderspiele verpasst. Dafür vertraut Tuchel unter anderem abermals auf den 35-jährigen Jordan Henderson.