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Bilbao "kein Vorbild": Nico Williams wurde Barcelona offenbar angeboten

kicker

Vor dem Champions-League-Auswärtsspiel von Athletic Bilbao bei Borussia Dortmund am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) gibt es Gegenwind aus Katalonien. Barcelonas Sportdirektor Deco poltert in einem großen Interview mit der vereinsnahen Mundo Deportivo über "Unsinnigkeiten", die im vergangenen Sommer angeblich aus Bilbao verbreitet wurden.

Im Fokus: Nico Williams. Wochenlang war über einen möglichen Wechsel des spanischen Europameisters spekuliert worden. Am Ende ging aber auch Mitbewerber Bayern München leer aus, weil sich der Linksaußen überraschend für einen Verbleib in Bilbao und gar eine Vertragsverlängerung bis 2035 (!) entschied.

Zuvor hatte Bilbao den FC Barcelona öffentlich attackiert und auch La Liga eingeschaltet. "Im Rahmen des Financial Fairplay wurde unter anderem die Möglichkeit des FC Barcelona, Spieler zu verpflichten, diskutiert", erklärten die Basken Ende Juni.

„Wir haben keinen ihrer Spieler aufgesucht, wir haben keinem ihrer Spieler nachgestellt.“ (Deco)

Ein Verhalten, das Deco schwer missfiel. "Ich möchte mich nicht zu Themen äußern, die mich nichts angehen. Ich kümmere mich um die Spieler und das Tagesgeschäft des Vereins", sagte er erst, um anzufügen: "Aber ich glaube, dass Bilbao in dieser Hinsicht kein Vorbild ist. Wir haben keinen ihrer Spieler aufgesucht, wir haben keinem ihrer Spieler nachgestellt. Sie sollten sich lieber um den Berater kümmern, der mehrmals zu uns gekommen ist, um den Spieler anzubieten."

"Wenn Sie verhandeln wollen, sagen Sie mir alles, was Sie brauchen"

Wenige Tage vor der Vertragsverlängerung war der als wahrscheinlich geltende Transfer nach Barcelona wegen "inakzeptabler" Garantien bereits ins Wanken geraten. Auf Details wollte Deco nicht eingehen, erklärte aber vielsagend in Richtung der Partei Nico Williams: "Wenn Sie verhandeln wollen, sagen Sie mir alles, was Sie brauchen und was Sie wollen, und ändern Sie es später nicht. Das ist alles. Wir haben gesagt, dass wir die uns gestellten Bedingungen nicht akzeptieren, weil uns kein Spieler Bedingungen stellen wird, und am Ende ist nichts passiert."

Die Option Luis Diaz habe sich als "sehr schwierig" gestaltet, bei Marcus Rashford habe Manchester United zunächst "nur einen Verkauf" gewollt. So ließ sich Barcelona auf das Angebot mit Nico Williams ein. "Er entsprach nicht genau dem Profil, das wir wollten, aber er kann sowohl links als auch rechts spielen." Am Ende spielt er vor allem eines: in Bilbao und nicht in Barcelona.