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Brand über ihre Lieblingsposition: "Ich mag es, wenn ich nicht an der Seitenlinie klebe"

kicker

Das Old Trafford ist es nicht geworden. Im beschaulichen Leigh Sports Village treffen sich am Mittwochabend (21 Uhr) Manchester United und Olympique Lyonnes zum Duell in der Champions League. 12.000 Menschen passen ins Stadion, das außerhalb der Stadt Manchester liegt. Irgendwie sendet diese Ansetzung auch ein Signal aus: Die 14.667 Zuschauer vom jüngsten United-Heimspiel in der Champions League (2:1 gegen Paris St. Germain) reichen einfach nicht, um dauerhaft die große Arena zu belegen.

"Wir nehmen einfach, was wir bekommen", sagt Jule Brand, wenn man sie darauf anspricht. "Natürlich würden wir gerne im Old Trafford spielen. Es ist ein wirklich schönes Stadion, aber wir versuchen, unsere Leistung auf dem Platz zu zeigen, und ich denke, dass es dann nicht auf das Stadion ankommt."

Die deutsche Nationalspielerin hat die Finalniederlage in der Nations League gegen Spanien offenbar gut weggesteckt. Beim 3:0-Auswärtssieg über Dijon FCO am Samstag kam sie zur Halbzeit ins Spiel und traf mit einem schicken Schuss zum Endstand. Generell pendelt Brand in großer Regelmäßigkeit zwischen Bank und Startelf.

Lyonnes gab in der Liga noch keinen Punkt ab

"Jede Spielerin liebt es, von Beginn an zu spielen", sagt sie auf Nachfrage des kicker. "Aber ich gebe mein Bestes auf dem Platz, egal, ob ich als Einwechselspielerin komme oder ob ich von Beginn an spiele. Ich versuche, meinen Stempel aufzudrücken und meinen Rhythmus zu finden." Für OL, das in der französischen Liga noch keinen einzigen Punkt abgegeben hat, läuft Brand zumeist auf dem Flügel auf. In der Nationalelf platzierte Bundestrainer Christian Wück sie zuletzt als Nummer zehn in der Zentrale.

"Ich mag beides", betont Brand. "Ich mag es, wenn ich nicht an der Seitenlinie klebe und einfach nur da stehe. Ich bewege mich gerne ein bisschen, komme in die Mitte, gehe nach links, gehe nach rechts. Ich habe keine Lieblingsposition, ich mag einfach alles."

In der Champions League mit 18 Mannschaften rangiert ihr Klub auf dem zweiten Tabellenplatz, direkt hinter dem punktgleichen FC Barcelona. Die Qualifikation für die Play-offs hat Lyonnes schon in der Tasche, doch kraft seiner Ambitionen will es mehr. Mit einem Sieg im Topspiel über den Tabellenvierten ManUnited wäre der direkte Einzug ins Viertelfinale sehr wahrscheinlich. Wie das funktioniert, haben ihre früheren Kolleginnen ja gezeigt: Der VfL Wolfsburg gewann am 4. Spieltag furios mit 5:2 über die an diesem Tag ausgesprochen zahmen Red Devils.