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Commitment geschrumpft: Viel weniger Geld im Österreicher-Topf

kicker

Das Thema wurde nicht zuletzt aufgrund der Kritik von Teamchef Ralf Rangnick an der kleiner werdenden Zahl junger Österreicher in der Bundesliga immer größer: Nun beschlossen die österreichischen Bundesliga-Klubs neben dem Ende der Punkteteilung eine Änderung beim Österreicher-Topf, aus dem die Einsatzminuten von im ÖFB-Nationalteam spielberechtigten Akteuren finanziell belohnt werden. Diese geht aber nur bedingt in die von Rangnick geforderte Richtung. Denn die Neuerungen bringen zwar sinnvolle Maßnahmen, aber insgesamt viel weniger Geld für das Engagement von Klubs auf dem österreichischen Weg.

Künftig greift eine Altersgrenze - allerdings erst ab 2027, womit den Vereinen mehr Zeit für ihre Kaderplanung eingeräumt werden soll. Und diese neuen Regelungen, was die Staffelung der Gelder mit dem Alter betrifft, erscheinen sinnvoll. So zählen Spielminuten heimischer U-22-Kicker dann dreifach, jene von U-24-Spielern doppelt und jene von U-26-Spielern einfach. Spielminuten von älteren Spielern werden finanziell nicht mehr berücksichtigt. Aktuell zählen Spielminuten von U-22-Spielern vierfach, ältere Spieler einfach. Außerdem wurde die Regelung dahingehend angepasst, dass alle im Einsatz befindlichen Österreicher unter 26 Jahre Geld bringen - unabhängig von der Legionärsanzahl beim jeweiligen Klub.

Zuletzt hatte es schon massive Bedenken gegeben, ob der 2004/05 in der Bundesliga eingeführte Österreicher-Topf in der aktuellen Ausgestaltung noch seine Wirkung entfalte. Der Topf war zuletzt mit rund sechs Millionen Euro jährlich dotiert gewesen. Sturm Graz, Red Bull Salzburg, Rapid und der LASK verzichten auf eine Teilnahme. Nun verschärft sich die Situation noch dahingehend, dass es in der Zukunft insgesamt viel weniger Geld geben wird.

Einige Millionen weniger im rot-weiß-roten Topf

Hinsichtlich der Verteilung der Erlöse aus dem Verkauf der Medienrechte wird an einem Säulenmodell festgehalten, teilte die Liga mit. Bereits ab der kommenden Saison wird nach folgendem Schlüssel geteilt: Sockelbetrag für jeden Verein: 50 Prozent; sportliche Leistung (erspielte Punkte): 30 Prozent; Stadionzuschauer: 10 Prozent - und der Österreicher-Topf: 10 Prozent. Bisher lautete der Schlüssel 30/30/20/20. Somit wurde der Anteil des "Ö-Topfes" am Gesamtvolumen von 20 auf zehn Prozent drastisch verringert.

Für Liga-Chef Christian Ebenbauer ist die Erhöhung des Sockelbetrags, "der Grundversorgung" der Klubs, ein wichtiger Punkt. "Gerade jetzt, wo weniger zu verteilen ist." Im September hatten sich Liga und Pay-TV-Sender Sky auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit bis einschließlich 2029/30 geeinigt. Bisher lukrierte man pro Jahr kolportierte 42 Millionen Euro, nun dürften es nur noch insgesamt 34 Millionen Euro sein - 28 kommen von Sky, der Rest von weiteren Partnern wie dem ORF und Sportradar. Statt 20 Prozent von 42 Millionen gibt es nur zehn Prozent von 34 Millionen Euro für den Österreicher-Topf und die zum rot-weiß-roten Commitment stehenden Klubs, die ohnehin weniger werden.