Sein vorläufig letzter Auftritt in der Champions League liegt schon ein paar Jahre zurück. Es war am 21. März 2021, als der VfL Wolfsburg im Viertelfinale der Champions League mit 0:3 gegen den FC Chelsea verlor und damit aus der Königsklasse ausschied. Stephan Lerch stand damals an der Seitenlinie und wusste, dass er seinen Traum, mit dem VfL die Königsklasse zu gewinnen, auf unbestimmte Zeit verschieben musste. Im Sommer desselben Jahres wechselte Lerch zur TSG Hoffenheim, übernahm dort die männliche U 17.
In diesem Sommer kehrte der 40-Jährige nach Wolfsburg zurück und feiert am Mittwochabend (21 Uhr, LIVE! bei kicker) quasi sein Comeback in der Champions League. Der VfL empfängt im AOK Stadion Paris Saint-Germain.
"Es ist für mich persönlich etwas Besonderes, wieder in der Champions League an der Seitenlinie zu stehen. Jeder Leistungssportler strebt nach solchen Momenten. Ich freue mich unheimlich, wieder ein Teil davon zu sein", freut sich der Trainer. Deutlich aufgeregter als vor anderen Spielen sei er aber trotzdem nicht. Anders ergeht es VfL-Kapitänin Janina Minge: "Es kribbelt total. Etwas Größeres gibt es nicht. Ich freue mich auf jedes einzelne Spiel in der Champions League und darauf, dass es morgen endlich losgeht."
In der Bundesliga hat der Vizemeister der abgelaufenen Saison trotz des XXL-Kader-Umbruchs in der Sommerpause schon wieder in die Spur gefunden. Nach dem 8:0-Erfolg am vergangenen Samstag bei der SGS Essen hat das Lerch-Team sogar die Tabellenführung vor Meister Bayern München übernommen - dank der besseren Tordifferenz. "Das gibt Selbstbewusstsein", weiß der Trainer. Und Minge ergänzt: "Wir können jeden Gegner schlagen. So gehen wir auch in das Spiel gegen Paris."
Lerch wird sich über das neue Selbstvertrauen freuen. "Es wächst etwas zusammen. Die Mannschaft kommt immer mehr in die Automatismen. Wir brauchen noch Zeit in unserer Entwicklung, sind aber auf dem richtigen Weg." Das wollen die Wolfsburger Fußballerinnen am Mittwochabend gegen Paris unterstreichen.
PSG derzeit nur Tabellensechster in Frankreich
In der Liga läuft es für das Team aus der französischen Hauptstadt noch nicht rund: In vier Spielen hat PSG sieben Punkte gesammelt und steht damit nur auf Tabellenplatz 6. Lerch spricht trotzdem von einem "Top-Gegner" und prognostiziert: "Wir werden eine hohe Arbeits- und Laufbereitschaft brauchen."