Bei der TSG Hoffenheim herrscht nach einem guten Viertel der Saison Zufriedenheit. Zumindest in Teilen. "Tabellarisch und punktemäßig sind wir zufrieden, auch mit dem Engagement, der Energie und Stimmung. Inhaltlich bin ich noch nicht zu 100 Prozent einverstanden mit der Entwicklung der Mannschaft, aber das liegt auch daran, dass wir nicht immer komplett trainieren konnten. Wir brauchen noch Zeit, um konstanter zu sein. Die Chancenverwertung, die Zielstrebigkeit da können wir noch besser werden", erklärt Trainer Theodoros Dedes, der auch dem einen oder anderen Punkt aus Spielen hinterhertrauert, in denen die TSG Lehrgeld zahlen musste.
Im Duell des Tabellenzweiten VfL Wolfsburg gegen den Dritten aus Hoffenheim treffen am Samstag (16 Uhr, LIVE! bei kicker) nun die zweitbeste Abwehr und der beste Sturm aufeinander. Während Hoffenheim in sieben Begegnungen nur sieben Gegentore kassiert hat - nur der FC Bayern hat weniger (2) -, trifft bislang keine Mannschaft häufiger ins Schwarze als Wolfsburg (26 Tore in 7 Spielen). Das heißt jedoch nicht, dass die TSG gegen den VfL mauern will. "Wir stehen hinten sicher, gerade weil wir aktiv gegen den Ball spielen. Mauern ist nicht unsere Philosophie. Möglichst viele Balleroberungen und dann Tore erzielen, das ist das Ziel", kündigt Dedes an, dessen Team im letzten Aufeinandertreffen in der Autostadt die Punkte nur knapp abgeben musste (1:2).
Entwicklung auf beiden Seiten
Mit Blick auf Samstag sei es schon "etwas Spezielles" gegen den ehemaligen Hoffenheimer Trainer und Sportlichen Leiter (Stephan Lerch) und Co-Trainer (Philipp Arnold) zu spielen. Man kenne sich gegenseitig sehr gut, berichtet Dedes, für den auch deshalb ein bisschen mehr Spannung in der Luft liegt. Aufseiten der Spielerinnen kommt es zudem zum Wiedersehen mit der langjährigen TSG-Stammtorhüterin Martina Tufekovic. "Das sind zwei junge, hungrige Mannschaften. Beim VfL greift inzwischen vieles besser als am Anfang. Sie agieren sehr gut mit dem Ball, sehr passsicher, auch sehr gefährlich in die Tiefe mit Lineth Beerensteyn oder Cora Zicai auf links. Svenja Huth und Alexandra Popp sind zudem zwei erfahrene Top-Spielerinnen, die Spiele ziehen können. Wir wissen, dass wir auf ein großes Kaliber treffen und unsere beste Performance brauchen", zollt Dedes dem Gegner Respekt.
Personell etwas angeschlagen
Seit Donnerstag sind auch alle Nationalspielerinnen zurück in Hoffenheim. Dominika Grabowska (Sehnenreizung), die bei der polnischen Nationalelf nur ein Reha-Programm absolvierte und seit Donnerstag bei der TSG wieder auf dem Platz steht, dürfte für Samstag aber noch keine Option sein. Zudem habe Valesca Ampoorter im Spiel der belgischen Nationalmannschaft einen Fuß ins Gesicht bekommen, und auch Lisa Doorn und Melissa Kössler sind noch etwas angeschlagen.