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Der FCSG konnte im neuen Berner Stadion noch nie gewinnen

kicker

Seit sage und schreibe 36 Auswärtsspielen in der Super League brachte es der FC St.Gallen nicht mehr fertig, drei Punkte von einer Auswärtsreise aus Bern mit nach Hause nehmen zu können. Die letzten neun Direktbegegnungen im Wankdorf gingen allesamt verloren und gerade einmal sieben Unentschieden (gegenüber von 29 Pleiten) waren dabei das höchste der Gefühle für die Ostschweizer.

Im Wankdorf, welches im Sommer 2005 offiziell eröffnet wurde, konnten die Espen noch keinen einzigen Sieg bejubeln, auch nicht in den beiden Cupfinals, ohne den BSC Young Boys als Gegner. Der letzte Auswärtssieg des FC St.Gallen gegen YB datiert nämlich vom 20. März 2005 noch im altehrwürdigen Stadion Neufeld, als man mit einem knappen 3:2 triumphieren konnte. Wer hätte damals gedacht, dass über zwanzig Jahre lang kein weiterer St.Galler Auswärtserfolg in Bern dazukommen würde? FCSG-Shootingstar Alessandro Vogt wurde am 3. Februar 2005 geboren, womit er also kurz vor dem letzten Ostschweizer Erfolg in Bern auf die Welt gekommen ist.

Das Team von Enrico Maaßen steht in der Tabelle vor YB, haben die Ostschweizer derzeit einen Punkt mehr auf dem Konto. Ob es ihnen am kommenden Sonntag (19. Oktober) endlich gelingen wird, die St.Galler Horrorserie im Wankdorf zu beenden? Einige FCSG-Legenden dürften sicherlich nichts dagegen einzuwenden haben.

FCSG-Legenden wie Marc Zellweger standen damals noch auf dem Rasen

Wir wollen euch nun einmal kurz aufzeigen, wie die letzte St.Galler Startelf aussah, die es geschafft hat, drei Punkte aus Bern zu entführen. Der damalige Trainer Heinz Peischl liess in einer 4-4-2-Formation agieren.

Tor: Stefano Razzetti

Damals stand noch Stefanzo Razzetti im Tor der Espen, der in seiner Karriere insgesamt 180 Pflichtspiele für die Ostschweizer bestritten hat. Heute ist er immer noch für den FCSG tätig und arbeitet als Torwarttrainer beim Verein.

Rechter Verteidiger: Marc Zellweger

Der Mann mit der langen Mähne ist eine Legende beim FC St.Gallen. Schliesslich bestritt der bald 52-Jährige gleich 506 Pflichtspiele (30 Tore und elf Assists) für die Ostschweizer und ist damit der Rekordspieler des Vereins. Ausserdem war er Teil des letzten St.Galler Meisterteams von 1999/2000. Zuletzt arbeitete der gebürtige Winterthurer als Konditionstrainer beim SC Brühl SG in der Promotion League, wo er jedoch im Sommer 2015 aufhörte und seither nicht mehr im Fussballbusiness tätig ist.

Innenverteidiger: Mijat Maric

Der heute 41-Jährige wird den Super-League-Fans sicherlich noch ein Begriff sein, schliesslich beendete er erst im Sommer 2022 seine Karriere. Beim FC Lugano spielte er bis dorthin noch eine wichtige Rolle und arbeitet heute als Verbindungstrainer bei den Bianconeri. Für den FCSG bestritt Mijat Maric insgesamt 97 Pflichtspiele (drei Tore und drei Assists).

Innenverteidiger: Philippe Montandon

Aufgrund seiner Tätigkeit als Experte bei blue Sport ist Philippe Montandon auch heute noch auf den TV-Bildschirmen der Super-League-Fans präsent. In seiner Aktivzeit bestritt Montandon immerhin 175 Pflichtspiele für St.Gallen (neun Tore und fünf Assists) und auch aktuell hat er noch eine Aufgabe im Verein. So ist der Ex-Profi Teil des Sponsoring-Teams der Espen.

Linker Verteidiger: Pascal Jenny

Auf der linken Abwehrseite war es Pascal Jenny, der beim letzten St.Galler Auswärtserfolg in Bern mittun durfte. Der heute 47-Jährige bestritt in seiner Aktivzeit insgesamt 141 Pflichtspiele für Grün-Weiss und dabei gelangen ihm elf Scorerpunkte (fünf Tore und sechs Assists). Seine Karriere beendete er im Sommer 2013.

Zentrales defensives Mittelfeld: Daniel Imhof

Nebst Zellweger ist Daniel Imhof ein weiterer FCSG-Meisterspieler, der in der Saison 1999/2000 Teil der St.Galler Meistermannschaft gewesen ist. Der gebürtige Wiler bestritt insgesamt 245 Pflichtspiele (13 Tore und sechs Assists) im Dress des FCSG und nach seinem Karriereende im Sommer 2012 zog sich der heute 47-Jährige aus dem Fussballbusiness zurück.

Zentrales Mittelfeld: Bruno Sutter

Der heute 48-Jährige dürfte heute wohl nur den grössten FCSG-Fans noch ein Begriff sein, bestritt er insgesamt 78 Pflichtspiele für die Ostschweizer. Dabei gelangen dem Mann, der in St.Gallen auch die Nummer 10 tragen durfte, sieben Tore und 14 Assists. Am letzten FCSG-Sieg in Bern hatte Bruno Sutter grossen Anteil, trug er doch gleich zwei Assists zum 3:2-Erfolg bei.

Zentrales Mittelfeld: Dusan Pavlovic

Der gebürtige Berner erlebte seine erfolgreichste Zeit beim Grasshopper Club Zürich, mit welchen er gleich zweimal den Schweizer Meistertitel erobern konnte. Für den FCSG bestritt der heute 48-Jährige insgesamt 64 Pflichtspiele (elf Tore und sieben Assists). Sein Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 besiegelte letztlich den letzten Ostschweizer Auswärtserfolg in Bern. Eine Tatsache, die ihn heute wohl selbst überraschen würde. Dusan Pavlovic arbeitete zuletzt beim FC Schaffhausen als Chefscout, wo er sein Amt Ende Januar dieses Jahres niederlegte.

Offensives Mittelfeld: Julio López

Als Spielgestalter durfte beim letzten FCSG-Sieg in Bern Julio López fungieren. Der Chilene hatte ebenfalls seinen Anteil am 3:2-Sieg gegen YB, eröffnete er doch mit dem Treffer zum 1:0 das Skore. Der Südamerikaner sollte letztlich aber nur gerade 14 Pflichtspiele für die Ostschweizer bestreiten, in welchen ihm immerhin fünf Treffer gelungen sind.

Sturm: Moreno Merenda

Die St.Galler konnten YB damals mit einem Doppelsturm knacken und ein Teil davon war Moreno Merenda. Der ehemalige Goalgetter dürfte den St.Galler Anhängern noch bestens bekannt sein, schliesslich gelangen ihm in seiner Zeit bei den Ostschweizern 64 Tore sowie elf Assists aus insgesamt 166 Pflichtspielen. Auch am 20. März 2005 war er erfolgreich und besorgte das zwischenzeitliche 2:0 für die Espen.

  1. Alex Tachie-Mensah - 80 Tore
  2. Moreno Merenda & Manfred Braschler - je 64 Tore
  3. Ionel Gane - 62 Tore
  4. Martin Gisinger - 53 Tore
  5. Charles Amoah - 43 Tore

Sturm: Alex Tachie-Mensah

An der Seite von Merenda stürmte der einstige Publikumsliebling Alex Tachie-Mensah. Der Ghanaer erfreute sich, ähnlich wie heute Lawrence Ati Zigi, grosser Beliebtheit bei den FCSG-Fans. Kein Wunder, gelangen dem heute 48-Jährigen doch immerhin 79 Tore und 20 Assists in seinen insgesamt 192 Pflichtspielen für die Ostschweizer. Zuletzt war der Afrikaner noch als Trainer bei AS Calcio Kreuzlingen tätig, wo er sein Amt jedoch im Sommer 2015 abgab und seither nicht mehr im Fussballbusiness auftauchte.

Auf der Ersatzbank sassen damals übrigens noch Spieler wie Davide Calla, David Marazzi oder Fabinho, welche im Verlauf des Spiels auch eingewechselt wurden. Den letzten FCSG-Auswärtssieg in Bern konnten ausserdem Eric Hassli, René Schicker, Tobias Rathgeb und Gabriel Wüthrich von bester Stadionposition aus, nämlich von der Bank, verfolgen.