Hajdari, der einen Marktwert von 12 Millionen Franken hat, durchlief alle Schweizer Jugendnationalmannschaften von der U15 an. Er wurde sogar mehrmals für die A-Nationalmannschaft unter Trainer Murat Yakin nominiert. Sein Debüt gab er in einem Freundschaftsspiel gegen Luxemburg. Da es sich jedoch nur um ein Testspiel handelte, blieb die Option für einen Wechsel zum Kosovo offen.
Der kosovarische Fussballverband hat in den vergangenen Monaten intensiv um Hajdari geworben. Verbandspräsident Agim Ademi äusserte sich bereits im September gegenüber dem Blick: "Es würde uns freuen und stolz machen, wenn er uns wählen würde." Nun ist diese Entscheidung gefallen.
Für Hajdari, der aktuell bei der TSG Hoffenheim unter Vertrag steht, eröffnen sich im Kosovo bessere Chancen auf Einsatzzeiten. In der Schweizer Nationalmannschaft hätte er sich gegen etablierte Spieler wie Manuel Akanji und Nico Elvedi durchsetzen müssen.
Der SFV muss nun die dritte Absage eines vielversprechenden Talents in kurzer Zeit verkraften. Zuvor hatten sich bereits Eman Kospo und Leon Avdullahu für andere Nationalmannschaften entschieden. Nati-Direktor Pierluigi Tami zeigte sich im September noch zuversichtlich: "Ich mache mir keine Sorgen. Murat Yakin hat viel gemacht, und wir werden direkt nach diesem Zusammenzug die Zukunft mit ihm planen."
Die Häufung solcher Fälle könnte nun möglicherweise eine neue Dynamik in die Diskussion um einen Doppelbürger-Talentchef beim SFV bringen. Vor einem Monat wurden Gespräche zu diesem Thema angekündigt, bisher ist jedoch wenig passiert.