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Deutliche Kritik: De Jong mit Barcelonas Spiel in Miami "nicht einverstanden"

kicker

Der Weg ist frei für Villarreal und den FC Barcelona. Erst stimmte die UEFA den Plänen - wenn auch zähneknirschend - zu, das Spiel im Ausland austragen zu dürfen. Am Mittwoch verkündete dann La Liga, dass die Partie am 20. Dezember in Miami in den USA über die Bühne gehen darf. Es wird das erste offizielle Ligaspiel in der Geschichte einer europäischen Liga sein, das im Ausland ausgetragen wird.

Zum Unmut von Frenkie de Jong, der pikanterweise bei diesem Spiel mit dabei sein wird. "Ich finde es nicht gut, dass wir dort spielen werden, ich bin damit nicht einverstanden", sagte Barcelonas Mittelfeldspieler in einer Medienrunde im Trainingslager der niederländischen Nationalmannschaft, die im Rahmen der WM-Qualifikation am heutigen Donnerstagabend in Malta antritt.

Ursprünglich hätte Villarreal Heimrecht gehabt, doch statt im Estadio de la Ceramica wird nun eben im Hard Rock Stadium gespielt, wo sonst die ehemaligen Barcelona-Akteure Lionel Messi, Jordi Alba, Sergio Busquets und Luis Suarez für Inter Miami auflaufen. Dass das international renommierte Barcelona das Stadion auf seiner Seite haben wird, dürfte klar sein. Der Klub hat auch in den USA jede Menge Fans.

"Das ist nicht fair für den Wettbewerb. Jetzt spielen wir ein Auswärtsspiel auf neutralem Boden. Das gefällt mir nicht und ich halte es für die Spieler für nicht richtig", sagte der vor einer Vertragsverlängerung stehende de Jong. Er verstehe zudem, "dass andere Vereine damit nicht einverstanden sind". Schon vor der endgültigen Entscheidung hatten 18 Fangruppen ihre "vollständige Ablehnung" gegenüber Spielen im Ausland ausgedrückt. Barcelonas Erzrivale Real Madrid sprach von einem "inakzeptablen Präzedenzfall".

Laporta und Tebas Hand in Hand

Ganz anders klingen die Stimmen der Funktionäre in Spanien. Barcelonas Präsident Joan Laporta bedankte sich bei La Liga für die Gelegenheit, "einem der wichtigsten strategischen Märkte des Vereins noch näherzukommen". Liga-Präsident Javier Tebas sprach von einem "historischen Schritt, der La Liga und den spanischen Fußball in eine neue Dimension katapultiert. Wir verstehen und respektieren die Bedenken, die diese Entscheidung hervorrufen, aber es ist wichtig, sie im Kontext zu sehen - es ist nur ein einziges Spiel von insgesamt 380 in dieser Saison".

Neben dem Barcelona-Spiel wird auch das Serie-A-Duell wischen der AC Mailand und Como 1907 außerhalb Europas stattfinden. Die Begegnung soll im australischen Perth ausgetragen werden. Mit Adrien Rabiot hat sich auch in diesem Fall ein beteiligter Spieler gegen die Pläne gestemmt und sie als "total verrückt" bezeichnet.

Für die Bundesliga kommt ein solcher Schritt laut Hans-Joachim Watzke nicht infrage. "Solange ich bei der Liga in der Verantwortung stehe, wird es kein Pflichtspiel im Ausland geben", sagte der DFL-Präsidiumssprecher: "Das ist nicht interpretationsfähig."