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Die Anfänge des FC Emmelshausen-Karbach: "Eine Win-win-Situation für den Hunsrück"

kicker

Anfang 2025 entstand der Klub durch eine Fusion. Die drei Sterne im Wappen stehen für den TSV Emmelshausen, FC Karbach sowie den FSV Leiningen-Norath. Patrick Kühnreich (37), der erste Trainer des FCEK, stand zuvor schon beim FC Karbach in der Verantwortung. Mit dem kicker sprach der ehemalige Torhüter über

... die Fusion:

"Es war die absolut richtige, längst überfällige Entscheidung, die Kräfte zu bündeln. Die ersten Monate sind sehr harmonisch verlaufen. Es ist eine Win-win-Situation für den Hunsrück, auch um höherklassigen Fußball hier zu gewährleisten."

... das fußballerische Potenzial im Hunsrück:

"Aktuell ist im Gesamtkontext nicht mehr als Oberliga-Fußball möglich. Es müssten sich Strukturen weiterentwickeln, um an noch mehr zu denken. Wir haben viele Spieler aus der Region. Würden wir in die Regionalliga aufsteigen, müssten wir wohl unsere Identität preisgeben. Das betrachte ich im jetzigen Moment nicht als zielführend."

... die Saisonbilanz mit vier Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen:

"Noch wichtiger als die Ergebnisse ist die Art und Weise, wie wir auftreten, wie wir uns fußballerisch entwickelt haben. Für unser Auftreten haben wir sogar noch zu wenige Punkte geholt. Gegen den 1. FC Kaiserslautern II waren wir zum Beispiel die bessere Mannschaft. Gegen Pirmasens waren wir in der ersten Halbzeit viermal frei vor dem Torwart. Wir sind happy mit der Art und Weise, wie wir bisher Fußball spielen."

... den 2:0-Auswärtssieg beim FV Engers:

"Zu diesem Duell gibt es eine gewisse Vorgeschichte: Schließlich hat der FC Karbach lang nicht gegen Engers gewonnen. Es war ein sehr reifer Auftritt. Engers ist ein ganz unbequemer Gegner. Am Samstag konnte man unsere fußballerische Qualität sehen - es war ein verdienter Auswärtssieg."

... die Ziele in dieser Saison:

"Klar ist, dass wir in der Oberliga bleiben und in der oberen Tabellenhälfte landen wollen. Vor allem geht es aber um Weiterentwicklung - diese geht natürlich immer über Erfolge. Aktuell kombinieren wir das ganz gut. Also: Wir wollen in die obere Hälfte - mit einer klaren fußballerischen Entwicklung."

... das Aufstiegsrennen:

"Vor der Runde hatte ich mich auf den 1. FC Kaiserslautern II und FK Pirmasens festgelegt. Jetzt muss ich mich etwas korrigieren: TuS Koblenz hat eine brutal gute Mannschaft, eine sehr hohe Qualität auf dem Platz. Pirmasens ist auch ein Favorit auf den Aufstieg. Pirmasens oder Koblenz: Einer von beiden wird wohl das Rennen für sich entscheiden."

... seine Ziele als Trainer:

"Es ist nicht so, dass ich unbedingt in den Profifußball will - mit Job und Familie im Hintergrund. Es gab in der Vergangenheit ein, zwei Themen, auf die ich mich hätte einlassen können. Sie wären aber mit einem Umzug verbunden gewesen. Dafür hätte es privat keinen Grund gegeben. Wenn etwas kommt, kann man sich Gedanken machen - ansonsten steht das Thema aber hintenan. Das Arbeiten hier macht einfach Spaß. Ich denke über nichts anderes nach."

... ehemalige Torhüter als Cheftrainer:

"Auch durch Verletzungen habe ich mich früher schon viel mit dem Spiel befasst, Jugendteams unterstützt und trainiert. Die Arbeit mit Jugendlichen hat mir viel Spaß gemacht. Die Perspektive als Torhüter gibt dir viel - du musst dich schließlich darauf fokussieren, was deine Vorderleute machen."

„Bei uns im Umfeld herrscht eine gewisse Euphorie - wir sollten vorsichtig sein.“ (Patrick Kühnreich)

... den FCEK-Kader, der vor der Saison unter anderem mit Dylan Esmel (TuS Koblenz) verstärkt wurde:

"Wir haben versucht, in der Spitze an Qualität zu gewinnen. Dylan ist ein Topstürmer und unglaublich wichtig für die Mannschaft. Auch, um einen möglichen Ausfall von Max Wilschrey zu kompensieren. Aktuell stehen beide gemeinsam auf dem Platz und betreiben ein super Jobsharing. Linus Wimmer, unser zweiter Königstransfer, hat bisher leider Verletzungspech gehabt, das ist bitter."

... die Bedeutung von Angreifer Max Wilschrey, der mehr als ein Drittel aller Tore erzielt hat:

"Max ist ein super angenehmer Typ und ein klassischer Strafraumstürmer, der in der Liga schwierig zu finden ist. Sein großer Vorteil ist, dass er Gegenspieler bindet. Er ist unglaublich wichtig für unser Spiel."

... das nächste Heimspiel gegen den FV Diefflen:

"Wir müssen absolut fokussiert sein. Bei uns im Umfeld herrscht eine gewisse Euphorie - wir sollten vorsichtig sein. Diefflen hat eine hohe Qualität, was sie zum Beispiel beim 5:2-Sieg gegen Kaiserslautern gezeigt haben. Wir müssen für jeden Sieg verdammt hart arbeiten. Das wird auch am Samstag der Fall sein."

... den Traum von einer Teilnahme am DFB-Pokal:

"Das ist ein Herzenswunsch unseres Präsidenten Daniel Bernd, der so viel für den Verein getan hat. Wir werden es versuchen - und ich glaube auch, dass wir eine Chance haben. Mit Eintracht Trier ist ein gutes Regionalliga-Team im Rheinlandpokal dabei. Die kleine Chance, die wir besitzen, versuchen wir zu nutzen. Es ist ein Traum von uns allen, in den DFB-Pokal einzuziehen."