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Die fünf Gewinner der Oktober-Länderspiele

kicker

Oliver Baumann: Der Keeper hütet derzeit das deutsche Tor - allerdings vorerst nur auf Abruf. Denn sollte Marc-André ter Stegen fit aus seiner Verletzung zurückkehren und im Klub gute Leistungen zeigen, soll er wieder die Nummer 1 werden. Ungeachtet dieser klar kommunizierten und von allen Beteiligten mitgetragenen Entscheidung tobte in den vergangenen Tagen eine medial getriebene Debatte um eine mögliche Rückkehr des zurückgetretenen Manuel Neuer. Baumann sprach im kicker-Interview darüber, dass diese Diskussion der Nationalelf nicht helfe, und antwortete ansonsten auf seine gewohnt unaufgeregte Weise: mit einer starken Leistung in Nordirland, durch die er den Sieg seines Teams sicherte. Anschließend gab es viel Zuspruch von den Mitspielern und Bundestrainer Julian Nagelsmann, der seinen Unmut über die Torhüter-Diskussion in den vergangenen Tagen gleich mehrmals durchblicken ließ. Baumanns ohnehin gutes Standing innerhalb des Teams jedenfalls ist in den vergangenen Tagen weiter gewachsen.

Nico Schlotterbeck: Der Dortmunder Abwehrchef war eine Art Hoffnungsträger vor den beiden Länderspielen gegen Luxemburg und in Nordirland - und er füllte diese Rolle aus. Wurde er im ersten Spiel erwartungsgemäß nicht ernsthaft gefordert, so dass er nach 45 Minuten seinen ruhigen Arbeitstag zwecks Schonung beenden konnte, musste er in Belfast voll da sein. Gegen die Nordiren überzeugte er dabei nicht nur durch seine Körperlichkeit in der Defensive, die in der Schlussphase dabei half, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Er demonstrierte auch seine Qualitäten im Aufbauspiel, fand mit seinem linken Fuß immer wieder die Mitspieler, selbst wenn sie 50 Meter entfernt auf der anderen Seite des Spielfelds positioniert waren. Auch die Kombination mit Nebenmann Jonathan Tah funktionierte, da beide einen guten Draht zueinander haben und sich kommunikativ immer wieder abstimmten.

David Raum: Der Kapitän von RB Leipzig ist ein emotionaler Typ, der auch deshalb von Nagelsmann extrem geschätzt wird. In den Oktober-Länderspielen sollte er vorangehen, die Mitspieler mit seiner Mentalität mitreißen und natürlich auch seine Seite dicht machen. Diesen Auftrag erfüllte er komplett und setzte auch noch starke Akzente nach vorne. Gegen Luxemburg erzielte er per direktem Freistoß die 1:0-Führung, in Belfast legte er Nick Woltemade das Tor des Tages per Ecke auf. In Abwesenheit seines diesmal nicht nominierten Konkurrenten Maximilian Mittelstädt sammelte er somit reichlich Pluspunkte im Kampf um einen festen Startplatz.

Gnabry überzeugt nicht nur im Kerngeschäft, Pavlovic dürfte wichtig bleiben

Serge Gnabry: Bei seinem Klub FC Bayern überzeugt der Offensivspieler in dieser Saison auf ganzer Linie - und diese starke Form unterstrich er auch mit zwei guten Leistungen im Nationaltrikot. Besonders auffällig: Gnabry glänzte gegen Luxemburg in Sinsheim, wo er ein Tor erzielte und sowohl den Freistoß zum 1:0 als auch den Strafstoß zum 2:0 herausholte, nicht nur in seinem Kerngeschäft, sondern sendete durch konsequentes Nachsetzen in der Defensive auch positive Impulse in der Arbeit gegen den Ball. Damit war er ein Vorbild für seine Teamkollegen, die wie Gnabry in beiden Spielen defensiv im Kollektiv arbeiteten.

Aleksandar Pavlovic: Im September fehlte der Münchner noch, weil er sich nach überstandener Augenhöhlen-Fraktur erst wieder Spielzeit in seinem Klub erarbeiten sollte. Im Oktober nun kehrte er ins DFB-Team zurück und stand in beiden Partien in der Startelf. Gemeinsam mit Leon Goretzka bildete er nach der Rück-Versetzung von Joshua Kimmich auf die rechte Defensivseite die Doppelsechs. Mit seinem sicheren Passspiel dürfte er künftig wichtig sein für die deutsche Mannschaft, die gerade in puncto Spielkontrolle noch zulegen muss.